Kai Esser macht den Unterschied für die Rheinos

Mit zwei Toren und einer Beihilfe an allen drei Highlander-Treffern beteiligt: Falk Elzner (rechts). Foto: Krüger

Köln - Am Ende sollte es für die Highlander Lüdenscheid am Rhein wieder nicht ganz reichen: Trotz eines bissigen Auftrittes und tollen Kampfes gab es für die Inline-Skaterhockey-Spieler des LTV 61 am Sonntagnachmittag bei den HC Köln-West Rheinos erneut nichts zu holen, so dicht an einem Punktgewinn wie gestern bei der knappen 3:4 (0:1, 1:1, 2:2)-Niederlage waren die „Schotten“ in der Großsportanlage Bocklemünd derweil noch nie gewesen.

Von Tim Viebahn-Knötig

Zwei Stunden und 24 Minuten lang hatten sich beide Teams einen spannenden, packenden Kampf geliefert. Vor den Augen von Bundestrainer Manfred Schmitz zeigten sich die Highlander von Beginn hellwach, waren dem Titelkandidaten bei numerischer Gleichheit über weite Strecken sogar überlegen. Doch es schien, als sei den Highlandern das Abschlussglück der Vorwochen ein wenig abhanden gekommen. Exemplarisch verhinderte ausgerechnet der im Torraum im letzten Moment gecheckte Bruch den Einschlag nach dem Schuss von Sturmpartner Svejda. Stattdessen markierte Kölns Nationalspieler Kai Esser das einzige Tor im Auftaktdrittel, als er eineinhalb Minuten vor der Sirene in Überzahl zum 1:0 einnetzte.

Elzners Schuss prallt vom Innenpfosten zurück

Die Highlander waren hiervon wenig beeindruckt, blieben zunächst jedoch glücklos. Kapitän Elzner vergab prompt nach Wiederbeginn die Riesenchance zum Ausgleich, als er Goalie Gerahn „tunnelte“, die Kugel aber vom Innenpfosten zurückprallte. Richtig gefährlich wurde der Favorit aus Köln nur, wenn er in Überzahl geriet. Beim 2:0 war Handrich der Nutznießer einer „3 gegen 2“-Situation (32.). Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels platzte endlich auch bei den Gästen der Knoten, als Svejda ein Elzner-Zuspiel zum Anschluss verwertete.

Kalte Dusche zu Beginn des letzten Drittels

Der Svejda-Treffer hielt den Highlandern vor dem letzten Drittel demnach alle Türen offen, es folgte aber zunächst die kalte Dusche: Erst nutzte Esser die Unordnung der Highlander nach einer verkorksten Zuordnung mit einem satten Schlagschuss, nur zwei Minuten später legte Kölns Topscorer zum 4:1 nach.

Die Reaktion der Highlander ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Weil Elzner ebenso in zwei Überzahlsituationen Klasse bewies und wiederum auf 3:4 verkürzte, entwickelte sich eine hochdramatische und hektische Schlussphase, in der Kemmerling „gelb-rot“ sah und die Highlander nochmal in doppelte Überzahl kamen. Der „Lucky Punch“ blieb jedoch aus.

HCK: Gerahn, Baumgarth (n.e.) – D. Weisheit, Eymann, Handrich, Bury, Krause, Werheit, Kemmerling, Merkel, Esser, R. Weisheit, Marke, Fonken, Besner, Holzapfel

Highlander: Mohr, D. Schneider – Elzner, Stein, Otters, Heckmann, Ortwein, Uedickhoven, Nördershäuser, Svejda, A. Bruch, Loecke, Hall, Seuster, ter Haar

Schiedsrichter: Dustin Klüting (HTC Hemer Dragons)/Tobias Wichmann (Commanders Velbert)

Tore: 1:0 (18:47/4-3) Esser (D. Weisheit), 2:0 (31:50/3-2) Handrich (R. Weisheit), 2:1 (38:28) Svejda (Elzner), 3:1 (44:13) Esser, 4:1 (46:42/3-2) Esser (R. Weisheit), 4:2 (47:01/3-2) Elzner (Svejda), 4:3 (51:11/4-3) Elzner (A. Bruch)

Strafzeiten: 20 Minuten + 5 Minuten (60., Marke) + gelbe Karte (60., Marke) + gelb-rote Karte (60., Kemmerling) für Köln; 16 Minuten + 5 Minuten (30., Hall) + gelbe Karte (23., Loecke) für Lüdenscheid

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