Starke Leistung in Neuss nicht belohnt

War an sieben Toren beteiligt: Jiri Svejda.

Neuss - Eine Woche nach dem 0:11-Heimdebakel gegen den TV Augsburg haben die Highlander Lüdenscheid am Samstagabend bei den Uedesheim Chiefs in vielerlei Hinsicht Wiedergutmachung betrieben – und dennoch standen die „Schotten“ am Ende mit leeren Händen dar: Knapp 7:9 (3:4, 3:4, 1:1) unterlag der Skaterhockey-Erstligist des LTV 61 den Neussern in der Bezirkssportanlage, zog sich trotz der Personalmisere achtbar aus der Affäre.

Von Tim Viebahn

Neben Matti Stein (verletzt) und Robin Loecke (beruflich verhindert) musste mit André Bruch kurzerhand auch noch ein weiterer Stammspieler erkrankt passen. Ein dünn besetztes Highlander-Aufgebot, das im „Chiefs Garden“ aber alles andere als eine dünne Leistung bot. Im Gegenteil: Der überragende Jiri Svejda - bei seiner Saisonpremiere gegen Augsburg glücklos wie blass geblieben - war im Neusser Stadtteil an allen sieben Tore beteiligt und sorgte nach drei Minuten für die Gäste-Führung.

Die hatte aber nur kurz Bestand: Erst bediente Mörsch Nebenmann Linke zum Ausgleich, dann traf der Chiefs-Kapitän auf Kobe-Zuspiel zur 2:1-Führung selbst. Die Highlander rackerten und ackerten aber bemerkenswert und kamen allein im ersten Drittel zweimal zurück. Zweimal glich Svejda einen Rückstand aus, beim 3:3 gar in Unterzahl. Gastgeber-Kapitän Mörsch hatte allerdings einen ebenso guten Tag erwischt und sorgte mit seinem zweiten Treffer für die 4:3-Pausenführung.

Schwächephase im zweiten Abschnitt

Ihre einzige echte Schwächephase hatten die Highlander zu Beginn des zweiten Abschnitts: Prompt gerieten die Mayer-Schützlinge mit zwei weiteren Treffern ins Hintertreffen. Svejda, Otters & Co gaben sich jedoch nie auf, sondern spielten weiter munter drauf los. Mit Erfolg: Über 4:6 und 4:8 brachten Svejda und Elzner den Gast noch vor der zweiten Pause auf 6:8 heran. Mehrfach in dieser Phase zeichnete sich Goalie Daniel Schneider aus, der den Vorzug vor Mohr erhielt und den Kobes, Hellwigs und Linkes immer wieder den Zahn zog. 

Eine beachtliche halbe Stunde hielt Schneider den Highlander-Kasten dicht – und seine Vorderleute im Rennen, weshalb sich eine hochspannende Schlussphase entwickelte. Heckmann gelang im dritten Drittel der frühe 7:8-Anschlusstreffer, jetzt war alles drin. Zumal die „Schotten“ nach Matzkens Strafzeit noch einmal in Überzahl gelangten. Die Highlander versuchten alles, nahmen kurz vor Schluss noch Goalie Schneider vom Feld, hatten aber kein Fortune. Vielmehr machte Kobe den Sack zu, als er sich die Kugel nach einem Fehlpass schnappte und ins leere Gehäuse einschob.

Chiefs:  Derigs, Khazei (n.e.) – Mörsch, Thürmann, Walczok, Bonin, Drehmann, Schreiber, Bothe, Hinrichs, Böhland, Hellwig, Kobe, Matzken, Linke

Highlander: D. Schneider, Mohr (n.e.) – Elzner, Otters, Nördershäuser, ter Haar, Svejda, Hall, Seuster, Uedickhoven, Heckmann, R. Schneider, Buchholz

Schiedsrichter:  Wolfgang Meller ( SG Langenfeld Devils) / Markus Forster (Bochum Lakers)

Tore: 0:1 (3:40) Svejda (Elzner), 1:1 (6:03) Linke (Mörsch), 2:1 (7:57) Mörsch (Kobe), 2:2 (10:58) Svejda, 3:2 (12:07) Thürmann (Hinrichs), 3:3 (14:11/3-4) Svejda (Nördershäuser), 4:3 (15:00) Mörsch (Kobe), 5:3 (20:51) Kobe (Bothe), 6:3 (22:26) Drehmann, 6:4 (26:54) Hall (Svejda), 7:4 (27:08) Mörsch (Bothe), 8:4 (27:43) Linke, 8:5 (29:14) Svejda (Hall), 8:6 (39:46/4-3) Elzner (Svejda), 8:7 (48:59) Heckmann (Svejda), 9:7 (59:58) Kobe

Strafzeiten:  10 Minuten für Uedesheim, 4 Minuten für Lüdenscheid

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