Inline-Skaterhockey

Schotten nach Fehlstart chancenlos

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Nico Degenhardt musste mit den Highlandern die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen.

Lüdenscheid - Die Highlander Lüdenscheid haben in der 1. Inline-Skaterhockey-Bundesliga ihre zweite Saisonniederlage im dritten Spiel hinnehmen müssen: Schon fast erwartungsgemäß gab es für die ersatzgeschwächten „Schotten“ gegen die favorisierten, allerdings ebenfalls nicht in Bestbesetzung angereisten Rockets Essen nichts zu bestellen. Mit 7:13 (0:6, 2:3, 5:4) unterlag das Fonso-Team den Revierstädtern nach 60 in der Summe doch ganz unterhaltsamen Minuten im Bergstadt-Gymnasium.

Zunächst jedoch deutete sich für die Highlander ein wahres Debakel an: Mit hängenden Köpfen schlichen Kapitän Matti Stein und Teamkollegen nach dem ersten Drittel in die Kabine. Zu diesem Zeitpunkt hatte es schon 0:6 gestanden. Ein leichtfertiger Ballverlust Kleinschmidts hatte  das erste Gegentor nach drei Minuten begünstigt, Flo Breves sagte danke und eröffnete den Torreigen, den der Gast jedoch erst ab Minute elf, dann aber in höchster Effizienz fortsetzte. Bis zum 0:2 hatten willige und nach Kräften bemühte Highlander den Ausgleich gar mehrfach auf dem Schläger gehabt, im starken Frenzel allerdings nicht nur einmal ihren Meister gefunden. Und so passte es ins Bild, dass dem 0:6 vor der Pause ein „Kullerbällchen“ von Doden vorausgegangen war, der dem ansonsten guten, aber oftmals machtlosen Mohr irgendwie durchrutschte. Die hohe Gäste-Führung war wohl Grund genug für Bundestrainer Manfred Schmitz, das BGL schon nach einem Drittel zu verlassen. Er sollte etwas verpassen.

Zwar wog die Hypothek aus dem ersten Abschnitt für die Highlander letztlich zu schwer. Doch zeigten die Fonso-Schützlinge um Sturmführer Roy Prince und die emsigen Kleinschmidt und Schmitten ab dem Mitteldrittel ein ganz anderes Gesicht und kamen in Überzahl und mit etwas Bandenglück durch Stein kurz nach Wiederbeginn zum ersten Treffer (22.). Roy Prince legte fünf Minuten später das 2:6 nach. Wichtig für die Moral der Bergstädter war dies allemal, die Gäste dagegen präsentierten sich in dieser Phase zu häufig unkonzentriert. Ab der Zeitstrafe für Schmitten (28.) – der ersten bis dato überhaupt – übernahmen die Rockets jedoch wieder das Kommando und bauten die Führung im zweiten Drittel wieder auf 9:2 aus.

Im Grunde alles gelaufen, wären die bis dahin unauffälligen und soliden Referees Pedarnig und Brütt nicht von ihrer Linie abgewichen. Die Unparteiischen legten im letzten Drittel eine äußerst überzogene Regelauslegung an den Tag – sehr zum Unmut des Gastes allerdings, für den es nun eine Zeitstrafe nach der nächsten hagelte. Insgesamt wurden neun der zwölf Zeitstrafen allein im letzten Drittel verteilt.

Die Highlander waren die Nutznießer dieser unnötig aufgekommenen Unruhe. Mit vier Überzahltoren in Serie hielten sie beim 6:9 auf einmal wieder Anschluss und drängten weiter nach vorne. Bei den Rockets rückte nun Storb für Frenzel zwischen die Pfosten, auf der Gegenseite hatte Youngster Schmitten dagegen Glück, dass seine Zweikampfführung gegen Klein, bei dem der Essener ein blutige Nase davontrug, ungesühnt blieb. Die endgültige Entscheidung fiel jedoch prompt danach, als Luft nach Ballgewinn zum 6:10 einschoss und anschließend Schneider in doppelter Unterzahl den elften Treffer markierte (55.). Als in den Schlussminuten jetzt auch noch drei Highlander in die „Kühlbox“ mussten, schlug Essen noch zweimal zu, erhielt Goalie Mohr allerdings berechtigten Szeneapplaus für seine Glanztaten, die eine höhere Niederlage verhinderten.

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