Gedanken gelten schon der Aufgabe Play-Offs

Mark-Terry Hall und die Highlander schossen sich gegen Primus Essen für das Viertelfinale schon einmal warm. Foto: Viebahn

Lüdenscheid -     Gemessen an dem Erreichten fiel der Jubel eher recht spärlich aus. Die Spieler der Highlander Lüdenscheid klatschten sich ab, lagen sich nur kurz in den Armen, dachten aber offenbar schon an die nächste Aufgabe. Die heißt ab dem 11. Oktober TV Augsburg.

Von Tim Viebahn-Knötig

Kurz zuvor hatten die Highlander keinen Geringeren als Tabellenführer Rockets Essen mit 12:6 deutlich die Grenzen aufgezeigt und dem Primus ganz nebenbei die höchste Saisonniederlage beigefügt. Die vorher schon gesicherte Teilnahme an den Play-Offs, die inzwischen sechste im achten Inline-Skaterhockey-Erstligajahr, veredelten die „Schotten“ mit dem Recht, gegen den TVA in der Viertelfinalserie „best of three“ Heimvorteil zu genießen. Anders als noch in 2013, als die Bergstädter zweimal in die Fuggerstadt reisen und dort in Spiel drei die Saison beenden mussten.

Sieg auch in der Höhe völlig verdient

Es war ein auch in der Höhe völlig verdienter Sieg für die Bergstädter, während sich die Gäste in Ausreden flüchteten. „Für uns ist das eher ein Freundschaftsspiel“, betonte etwa Thomas Böttcher in Bezug auf die tabellarische Konstellation, vergaß dabei offenbar, dass durch die Niederlage die Hauptrundenmeisterschaft wieder in Gefahr geriet. Und der Vorsitzende der Essener ließ es sich natürlich nicht nehmen, noch einmal indirekt auf den Einbruch Bezug zu nehmen. „Wir haben auch zwei Wochen nicht trainieren können.“

Highlander-Trainer Stephan Mayer dagegen freute sich riesig. „Es haben wieder alle alles gegeben“, resümierte er nach dem glanzvollen Sieg ausgerechnet gegen das Team aus seiner Heimatstadt. In seiner ersten Saison als Chefcoach gelang dem Essener Mayer mit dem Sprung auf Platz vier ein Riesenerfolg. Der Trainer wusste auch, bei wem er sich wieder einmal an vorderster Front bedanken konnte. „Über Jiri brauchen wir nicht mehr viel zu sagen“, hatte die neuerliche Gala von Goalgetter Jiri Svejda auch den Trainer verzückt. Mit sieben Toren avancierte die Nummer 66 der „Schotten“ zum Mann des Tages, der mit insgesamt 93 Punkten (46 Tore/47 Vorlagen) auch den Spitzenplatz der ligaweiten Topscorerliste inne hat. Unnachahmlich, wie er die Essener auf dem berühmten „Bierdeckel“ schwindelig spielte, um im richtigen Moment die Lücke beim Abschluss zu finden.

Daniel Schneider spielt sich in Mittelpunkt

Im Schatten des Torjägers spielte sich Daniel Schneider ebenfalls in den Mittelpunkt. Aufgrund mangelnder Einsatzzeiten werden dem Back-up-Goalie immer wieder Abwanderungsgedanken nachgesagt, vor dem Spiel in Duisburg zog er sich außerdem den Unfrieden seiner Mitspieler zu, als er erst am Mittag die Teilnahme absagte. Gegen Essen kam Schneider zum Zuge und bot eine Klassevorstellung. „Wir sind glücklich, dass wir zwei so starke Torhüter haben“, weiß Mayer um das Luxusproblem zwischen den Pfosten, „auf Daniel ist aber immer Verlass. Das weiß die Mannschaft auch. In den Play-Offs werden wir ihn brauchen“, ist Schneider für den Trainer neben Europameister Jonas Mohr ebenso wichtiger Baustein für die Viertelfinalserie.

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