Nuancen können über Halbfinaleinzug entscheiden

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Henning Inselmann und Co. von den Highlandern Lüdenscheid wollen auch am Samstag das Tor des amtierenden Deutschen Meisters TV Augsburg unter Druck setzen.

LÜDENSCHEID - Einer siegt, einer fliegt: Was für das entscheidende dritte Play-Off-Viertelfinalspiel zwischen dem Titelverteidiger TV Augsburg und den Highlandern Lüdenscheid im Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Inline-Skaterhockey gilt, das am Samstagabend ab 18 Uhr an der Gabelsberger Straße steigt, gilt gleichermaßen auch für die Trainer beider Klubs.

Sowohl „Schotten“-Coach Carsten Lang, als auch TVA-Trainer Christoph von Külmer haben ihren Rückzug von der Trainerbank nach Saisonende angekündigt.

„Ich würde gern noch ein bisschen weitermachen“, zwinkert Highlander-Übungsleiter Carsten Lang vor dem fünften Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison. Dazu bedarf es nach dem 13:8-Achtungserfolg in der Fuggerstadt vor drei Wochen eines weiteren Coups im Schwabenland, nachdem sich der Deutsche Meister eine Woche später in der Bergstadt mit einem 9:8-Sieg nach Verlängerung in die Serie zurückgemeldet hatte.

„Es wird brutal schwer“, weiß Lang natürlich um der Herkulesaufgabe, noch einmal auf fremdem Terrain ein perfektes Spiel abzuliefern. Schon 2010 gelang dies nach ähnlichem Verlauf nicht, zogen die Highlander damals im Halbfinale den Kürzeren. „Es ist schwer, weil wir uns wieder neue Motivation holen müssen. Aber wer natürlich bei solch einem Spiel nicht heiß ist, der macht irgendwas falsch.“

Etwa bei „50-50“ ordnet Lang die Chancen für sein Team ein, „beide haben sich studiert, jeder weiß, worum es geht. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, wobei man ehrlicherweise zugeben muss, dass nach dem letzten Spiel bei beiden noch Luft nach oben ist.“ Den Druck nimmt der Iserlohner jedoch völlig von seiner Truppe. „Die Jungs sollen sich höchstens selbst den Druck machen, gewinnen zu wollen. Ansonsten fahren wir ganz entspannt nach Augsburg.“

Strafzeiten gilt es auf der kleinen Fläche der TVA-Arena zu vermeiden, da passt es nicht ganz ins Bild, dass Markus Kruppe vom Augsburger Nachbarklub TSV Schwabmünchen neben dem Kölner Norbert Böhmländer die Spielleitung übernimmt. „Das sollte aber nicht ausschlaggebend sein“, kommentiert Lang die Ansetzung. Aber es beweist: Auch am Samstag entscheiden wohl erneut nur Nuancen über Weiterkommen und Ausscheiden.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verfolgt Jonas Mohr dieses Wochenende: Der für die Europameisterschaften nominierte Goalie der Highlander sieht Vaterfreuden entgegen und reist deshalb gar nicht erst mit nach Augsburg, für ihn springt Daniel Schneider ein. Auch Danny Kerstholt muss passen, ansonsten ist der Kader komplett. Ebenfalls ein deutliches Zeichen dafür, dass die „Schotten“ gewillt sind, dem Titelverteidiger ein weiteres Mal die Stirn zu bieten.

Tim Viebahn

Highlander: Schneider – Otters, Elzner, Eefting, Poljaschenko, Wille, A. Haaf, Inselmann, Svejda, A. Bruch, Czernohous, Seuster, Hall, Kutzner, Stein

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