DJK Eintracht Lüdenscheid

Ingrid Fischer scheidet aus dem Vorstand der DJK Eintracht aus

Portrait Ingrid Fischer
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Ingrid Fischer scheidet zum Jahresende aus dem Vorstand der DJK Eintracht Lüdenscheid aus.

Der Vorstand der DJK Eintracht Lüdenscheid verliert Ingrid Fischer: Die Geschäftsführerin, die in den 90er-Jahren die erste Frau war, die den DJK-Vorsitz innehatte, verlässt Lüdenscheid und zieht nach Salzkotten.

Lüdenscheid – Das 100. Jahr des Bestehens der DJK Eintracht Lüdenscheid – es hatte ein Festjahr mit vielen Highlights werden sollen. Doch dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt. Die Andacht zum Auftakt der Feierlichkeiten fand in der Pfarrkirche St. Joseph und Medardus am Sauerfeld noch im großen Rahmen statt, doch dann bremste die Corona-Pandemie auch die DJK komplett aus.

Statt weiterer Höhepunkte folgten Tiefschläge wie zuletzt die Abmeldung mehrerer Gruppen – gerade aus dem Gymnastik & Tanz/Ballett-Bereich – vom Übungsbetrieb. Eine Entwicklung mit Auswirkungen auf den Mitgliederbestand, der sich zuletzt auf niedrigem Niveau stabilisiert hatte.

Aktuell hat die DJK noch 461 Mitglieder – am 1. Januar werden es nach den bis Ende November eingegangenen Kündigungen 115 weniger sein. Damit rutscht der Verein, der 2020 noch 898 Mitglieder hatte, unter die 350er-Marke. „Im Kinder- und Jugendbereich haben wir jetzt nicht mehr viel“, sagt die Vorsitzende Eva Gobrecht, „das Schlimme ist: Man denkt, es könnte der Untergang der Vereine sein.“

Ingrid Fischer scheidet aus dem Vorstand der DJK Eintracht aus

Die nächste Hiobsbotschaft für die DJK: Ingrid Fischer scheidet am Jahresende auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Die 75-Jährige verlässt Lüdenscheid und zieht zu ihrem Bruder nach Salzkotten. „Das ist sehr bedauerlich, aber wenn sich jemand so entschieden hat, muss man das akzeptieren“, sagt Gobrecht, „damit fehlt bei uns wieder einer mehr in der Vorstandsarbeit. Dass Ingrid das alles hier aufgibt, das hätte ich nicht gedacht...“

Ingrid Fischer ist in der DJK Eintracht wie Eva Gobrecht eine Institution. Bei der Jahreshauptversammlung Ende Februar wurde sie für 60-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Fischer war 1992 die erste Frau in der Geschichte des Vereins, die den Vorsitz übernahm – parallel stand sie auch dem Sportausschuss der Stadt Lüdenscheid vor.

Fischer: Gute Verbindungen zum WTB und zur Stadt

Acht Jahre lang führte sie die DJK, auch im Jahr der 75-Jahr-Feierlichkeiten. Dann zog es Fischer beruflich nach Hamm zum Westfälischen Turnerbund. Auch dies für die Eintracht eine Art Glücksfall – bis zuletzt waren die Verbindungen zum WTB über Fischer exzellent, genauso wie zur Stadt.

Die Aufgaben Fischers wird nun die 2. Geschäftsführerin, Gudrun Merz, übernehmen. Die DJK habe ein „tolles Vorstandsteam, wie Gobrecht betont. Gleichwohl sind das Know-how und die Kontakte Fischers kaum zu kompensieren für die Eintracht. Gerade in dieser schwierigen Zeit.

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