HTV-Youngster schlagen HSV Hamburg

Zusammen mit den HTV-Toptorschützen Maximilian Klein (links) und Lukas Rosenbaum feierte Benedikt Fink den Heimerfolg gegen den HSV. Foto: Schwarze

ALTENA -  Binnen einer Woche spielte die A-Jugend der HTV Sundwig-Westig in der Junioren-Bundesliga gegen die Nachwuchstalente der großen Handball-Klubs aus dem Norden: Nachdem die Sauerländer beim THW Kiel bei der 21:40-Auswärtsniederlage Lehrgeld bezahlen mussten, gewannen sie am Samstagnachmittag im Grohe-Forum gegen den HSV Hamburg mit 33:30. Gegen den HSV kam auch der Altenaer Handballer Benedikt Fink zum Einsatz.

„Es macht Spaß, diesem Team anzugehören, auch wenn ich nicht ganz so viele Einsatzzeiten bekomme“, äußerte Fink, der von der Atmosphäre in der Halle schwärmte. Rund 500 Zuschauer peitschten die HTV-Youngster nach vorne und leisteten in kritischen Spielphasen die nötige Unterstützung, um die A-Junioren des amtierenden Champions-League-Siegers bezwingen zu können.

HTV-Coach Alfred Klein sprach vom „Abenteuer Bundesliga“, das seine Jungs in dieser Saison hervorragend bewältigen. Die Sauerländer stehen auf dem fünften Platz, haben die Qualifikation für die nächste Saison in der Beletage des deutschen Handballs bereits in der Tasche. Mit Blick auf den Burgstädter Fink konstatierte Trainer Klein: „Er hätte schon von Saisonbeginn bei uns sein müssen, dann wären für ihn mehr Spielanteile möglich gewesen, da er von der Athletik und Wurfkraft gute Voraussetzungen mitbringt.“ Der 17-jährige Altenaer hatte die laufende Spielzeit als Jungsenior in der Bezirksliga bei seinem Stammverein VfB Altena begonnen und sich erst Ende des vergangenen Jahres für einen Wechsel in die Bundesliga entschieden. Eine Fortsetzung dieses sportlichen Kapitels wird es nicht geben.

„Ich bin ein paar Tage zu alt, um auch in der nächsten Saison noch Bundesliga spielen zu können“, sagt Fink, der im Dezember dieses Jahres seinen 18. Geburtstag feiern wird – knapp einen Monat vor dem DHB-Stichtag am 1. Januar. So will der Altenaer die noch ausstehenden vier Partien genießen und noch so viel Praxiserfahrung wie möglich sammeln. Fink hat aber nicht nur Handball im Kopf, wie die kleine Episode vor dem Auswärtsspiel in Kiel zeigt. Obwohl er mit dem HTV gegen seinen Lieblingsclub spielte, zog Fink es vor, für eine Klausur – der Altenaer legt sein Abitur am Burggymnasium ab – zu lernen. Und auch künftig hat bei ihm Bildung den Vorrang vor Sport: Fink will ein Jurastudium in Münster aufnehmen und sich dort einen neuen Verein suchen. „Wir würden ihn auch ganz gerne bei uns behalten“, äußert Trainer Klein, der in der kommenden Saison als Junioren-Bundesligatrainer beim HTV nicht weitermachen wird, sich aber bei der Suche nach einem Nachfolger einbringen will. Da die Leistungsträger der diesjährigen Nachwuchsmannschaft allesamt in den Seniorenbereich aufrücken, steht der HTV vor einem nahezu kompletten Neuaufbau – doch was an Nachwuchshandball im Sauerland möglich ist, hat der Club in dieser Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Orginal-Mannschaftsbus des Champions-League-Siegers HSV Hamburg, mit dem die Talente von der Waterkant zur Partie im Sauerland reisten, liefert in diesem Zusammenhang eine bestätigende Randnotiz für die gute HTV-Arbeit.

Und auch am kommenden Sonntag, den 9. März weht ab 16 Uhr wieder ein besonderes Lüftchen durch das Grohe-Forum, wenn Traditionsklub TuSEM Essen beim HTV gastiert.

Von Nico Schwarze

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