Zufriedenheit im HSV-Lager nach Remis gegen Vest

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Umkämpft ging es im Duell zwischen der HSV Plettenberg/Werdohl und der HSG Vest Recklinghausen zu. Am Ende konnte HSV-Trainer Serkan Kahraman mit der Vorstellung seiner Schützlinge beim 33:33 zufrieden sein.

Werdohl -  Ein 33:33-Unentschieden zum Auftakt ist aus Sicht von Trainer Serkan Kahraman aller Ehren wert. „Gegen so eine routinierte Truppe einen Punkt zu holen, ist schon eine Leistung“, zollte der Coach von Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl seiner Sieben seinen Respekt.

„Zumal Recklinghausen aufgrund der Zugänge noch stärker einzuschätzen ist als im Vorjahr“, ergänzt der Trainer der neu formierten Spielgemeinschaft. Kahramans Bilanz fällt durchweg positiv aus. „Natürlich gibt es hier und da noch etwas zu verbessern, aber für einen ersten Auftritt war das wirklich ordentlich“, meinte der Coach im Anschluss. Eine Meinung, die offensichtlich das Gros der Zuschauer teilte. Denn die feierten ihre HSV, auch wenn es am Ende nicht ganz zum Überraschungssieg gereicht hatte.

Bezüglich des „Lichts“ meinte der HSV-Verantwortliche, habe ihm besonders gut gefallen, dass sich sein Team nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Das war mir in der vergangenen Saison aufgefallen. Die Spieler haben sich mit vielen Dingen beschäftigt, die sie vom Wesentlichen abgelenkt haben. Das war gegen die HSG Vest deutlich besser.“

Wo Licht ist, da ist bekannt auch Schatten. Und den sah Kahraman in den vielen individuellen Fehlern. „Die haben uns letztlich den Sieg gekostet. Da waren Fehler dabei, die unserem routinierten Gegner nicht unterlaufen sind“, stellte er fest. Im Nachgang warf der Trainer auch einen kritischen Blick auf seine eigene Arbeit: „Ich hätte vielleicht etwas mehr wechseln sollen, dann hätten wir vielleicht noch einen Tick mehr Druck erzeugen können. Eigentlich haben wir mit neun oder zehn Leuten durchgespielt. Hinsichtlich der Abwehr war ich zufrieden, vorne hätten frische Leute vielleicht etwas gebracht. Aber Steffen Fischer zum Beispiel wollte ich schonen. Er hatte eine Erkältung hinter sich“.

Es war ein Duell der jungen Wilden, wie Kahraman seine Sieben nach der Saison-Premiere bezeichnete, gegen ein sehr routiniertes Team, eingespielt und mit guten Individualisten. „Das haben meine Jungs gut gelöst“, bilanziert der Coach – und schickte ein herzliches Dankeschön an die Adresse Fans, die wirklich zahlreich in die Sporthalle am Riesei gekommen waren, um sich einen Eindruck der neuen, großen HSV und ihrem neuen Trainer zu verschaffen.

„Jetzt fahren wir mit dem nötigen Selbstvertrauen nach Westerholt, die einzige Mannschaft, die mich am ersten Spieltag überrascht hat“, sagte Kahraman und bezog sich damit auf die Auftakt-Niederlage des Titelfavoriten SVW mit dem Ex-Werdohler Thomas Dralus in Riemke. - Von Markus Jentzsch

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