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Fahrt nach Hille ist zu weit und zu teuer: HSV meldet
A-Jugend aus Qualirunde ab

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Von: Michael Jeide

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Ein Handballer hält den Spielball in den Händen.
Den Ball wird die A-Jugend der HSV am 11. und 12. Juni nicht in die Hände nehmen. © Robert Michael/dpa/Symbolbild

Die Qualifikation für die Oberliga hatten die Handball-A-Junioren der HSV Plettenberg/Werdohl klar verpasst, jetzt wollte das Team aber wenigstens versuchen, noch den Sprung in die Verbandsliga zu schaffen. Von diesem Ziel hat man nun aber Abstand genommen und die Mannschaft aus der anstehenden Qualifikationsrunde zurückgezogen. 

Plettenberg/Werdohl - „Der Handballverband Westfalen hat die Gruppen eingeteilt. Danach hätte unsere Mannschaft in Hille im Kreis Minden-Lübbecke spielen sollen. Zwei Spiele am Samstag, zwei weitere am Sonntag. Das hätte an beiden Tagen bedeutet: Jeweils knapp 360 Kilometer und fünf Stunden Fahrzeit mit vier Autos – bei den derzeitigen Benzinpreisen ist so etwas nicht nachvollziehbar. Irgendwo gibt es auch Grenzen“, begründet HSV-Jugendleiter Klaus Plötz den Vorstandsbeschluss. In der Sporthalle Unterlübbe wäre die HSV am 11. und 12. Juni auf den Soester TV, die DJK Oespel-Kley, den CVJM Rödinghausen und Ausrichter JSG H2-Handball Hille-Hartum getroffen.

Auf den Versuch der HSV, einen Tausch mit dem Team aus Bad Salzuflen anzubieten, das die Qualirunde in Menden bestreiten muss und in Hille besser aufgehoben wäre, habe der Verband „unflexibel“, so Plötz reagiert, habe an der einmal vorgenommen Gruppeneinteilung keine Änderungen mehr vornehmen wollen. „Man hat uns gesagt, ein Tausch sei nicht möglich, obwohl es keine triftigen Gründe dafür gibt“, ärgert sich Plötz über das mangelnde Entgegenkommen, „aber man sitzt im Verband ja schon seit Jahren auf einem sehr hohen Ross.“

Mit der Mannschaft sei der HSV-Beschluss ebenfalls besprochen worden. Sie wird damit, wie schon in der abgelaufenen Saison als B-Jugend, wohl auf Kreisebene an den Start gehen müssen.

Schnell reagiert hat der Handballverband auf die Abmeldung der HSV. Schon wenige Stunden später wurde das Ordnungsgeld dafür verhängt: 200 Euro muss der Verein jetzt bezahlen, weil ihm die Fahrt einmal quer durch Westfalen zu weit und zu teuer war.

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