Niederlage gegen Lössel

Eklatanter Leistungseinbruch bei der HSG

Sascha Pennekamp steuerte vier Tore für die HSG bei, doch am Ende hatte der TV Lössel mit 29:24 die Nase vorn.
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Sascha Pennekamp steuerte vier Tore für die HSG bei, doch am Ende hatte der TV Lössel mit 29:24 die Nase vorn.

Große Vorfreude bei den rund 150 Anhängern vor dem ersten Heimspiel seit knapp einem Jahr, ein richtig guter Start der Mannschaft, die nach bereits 15 Minuten eine 7:2-Führung vorgelegt hatte – doch am Ende gab es bei allen, die es mit der HSG Lüdenscheid hielten, nur lange Gesichter

Lüdenscheid - Denn nach einem eklatanten Leistungseinbruch in Durchgang zwei setzte es gegen das bis dato noch punktlose Schlusslicht TV Lössel eine 24:29 (14:11)-Niederlage.

Dabei hatten die ersten gut 20 Minuten am Samstagabend in der BGL-Halle viel Mut gemacht. Die 5:1-Deckung mit Bieker als Störspieler stand, was dennoch durchkam, fischte Keeper Wambold zum Großteil weg. Vorne war Tempo angesagt; Klappte das nicht, ging es in einen geduldig und variabel vorgetragenen Positionsangriff, sodass über 7:2 und 9:4 beim 11:5 (23.) eine Sechs-Tore-Führung zu Buche stand.

Lössel stellte von einer 5:1- auf eine 6:0-Abwehrformation um, prompt schlichen sich erste technische Fehler und überhastete Abschlüsse ins HSG-Angriffsspiel ein. Der Vorsprung schmolz bis auf zwei Tore zusammen (13:11), ehe Lausen quasi mit dem Pausenpfiff in Überzahl auf 14:11 stellte.

Apropos Überzahl: Die sollte sich noch als großes Manko der Hausherren herausstellen, denn bei einem Zeitstrafenverhältnis von 3:9 hätte einfach mehr herausspringen müssen. Tat es aber nicht, zumal zahlreiche Defizite dazukamen. Im Wechsel bekamen Wambold und Stute knapp 15 Minuten kaum eine Hand an den Ball (wurden später aber auch schmählich im Stich gelasssen), die Deckung zerfiel in ihre Bestandteile, was Fischer, Stein und Punshon immer wieder mit 1:1-Aktionen ausnutzten. Und vorne rieben sich die HSG-Angreifer auf, fanden nicht mehr die Lücken oder scheiterten am sich steigernden Riedling.

So drehte der Gast, der auch in Punkto Emotionalität und Körpersprache den Takt angab, den Spieß um. Das 18:18 war der erste Ausgleich (43.), das 18:19 die erste Führung (45.), und beim 21:25 (55.) war der Drops gelutscht.

„Wir haben in der ersten Halbzeit viele Körner gelassen, hätten da eigentlich höher führen müssen. Letztlich haben personelle Alternativen gefehlt, da viele Spieler angeschlagen aufgelaufen sind und nicht die entsprechende körperliche Fitness hatten“, sieht HSG-Trainer Thorsten Stange diesbezüglich in den kommenden vier (meisterschaftsfreien) Wochen großen Nachholbedarf.

HSG: Wambold, Stute – Kiss (1), R. Plischka (4), Bieker (3), Hahn, Pennekamp (4), Lausen (8/4) Gruber, M. Plischka (4), De Bie, Hallatsch

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