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Knock-out mit der Schlusssirene

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Von: Wesley Baankreis

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Auf dem Weg zu einem seiner beiden Treffer: Justin Jung, der dem Landesliga-Topteam der SG Attendorn/Ennest mit der HSG Lüdenscheid lange Zeit Paroli bot, am Ende aber doch leer ausging. © Wesley Baankreis

Viel fehlte dem Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid nicht, um für eine echte Überraschung zu sorgen. Doch am Ende gab es im Duell gegen Co-Tabellenführer SG Attendorn/Ennest statt der unverhofften Glücksgefühle beim 23:24 (11:13) nur Frust. Für die Lüdenscheider ein denkbar unglücklicher Ausgang, wenngleich die Partie nicht allein aufgrund des Siebenmeters von Heimes mit der Schlusssirene entscheiden wurde.

Lüdenscheid - Die Bergstädter hätten bereits in weiten Strecken der vorherigen mehr als 59 Minuten die Weichen für die Überraschung stellen können. So etwa in der ersten Hälfte, als nach dem ausgeglichenen Start (5:6/10.) die Attendorner etwas die Oberhand gewannen. Während die HSG zu selten gute Chancen im Angriff herausspielte oder die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzte, schaltete der Gast schnell um und fand die Lücken in der Lüdenscheider Defensive. Die Folge war ein 8:13-Rückstand (26). Nach Stutes Paraden und Treffern von Weichelt und Jung hatte die HSG zur Pause beim 11:13 fast wieder aufgeschlossen.

So gut ging es nach der Pause aber nicht weiter. Vielmehr kam Attendorn deutlich besser aus der Kabine, während die HSG immer wieder mit den Entscheidungen der Unparteiischen und dem eigenen Abschluss haderte. Beim 12:18 (40.) schien der Favorit erneut davonzuziehen. Wie schon in Durchgang eins gelang es der HSG aber noch einmal, neuen Schwung zu finden und sich mit Mühe heranzukämpfen. Vollends auf Seiten der Hausherren schien das Momentum dann zu Beginn der Schlussviertelstunde, als die HSG vor allem über die linke Seite eine Schwachstelle bei der SG fand und durch Bieker, Lausen und Ritthaler zum 20:20 (53.) ausglich.

Nachdem kurz darauf Weichelt mit einem Doppelschlag erneut ausglich, bescherte Lausen der Stange-Sieben zwei Minuten vor dem Ende beim 23:22 (58.) sogar die erste Führung. Die aber brachten die Gastgeber nicht über die Zeit. Koppenberg glich für die Hansestädter aus, ehe Heimes final per Siebenmeter nach Foulspiel von Hahn letztlich doch noch den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Bitter für die HSG, die an diesem Abend einen Teilerfolg verdient hatte.

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