Große Löcher im Lüdenscheider Innenblock

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Kim-Saskia Malcus (rechts) gab nach einer Verletzungspause in der zweiten Halbzeit ihr Comeback für die HSG Lüdenscheid.

Sprockhövel - Die Siegesserie der Landesliga-Handballerinnen der HSG Lüdenscheid ist gerissen: 22:28 (11:13) unterlagen die Kreisstädterinnen am Sonntagnachmittag bei der TSG Sprockhövel – und sie mussten sich, was die erste Niederlage nach 8:0-Punkten in Serie anging, vor allem an die eigene Nase fassen.

„Ich habe tausendmal gesagt: Schießt die Bälle nach unten!“, haderte Lüdenscheids Trainer Christian Köster mit dem Angriffsverhalten seiner Sieben. „Die Abwehr war heute nicht gut, aber der Angriff war noch schlechter.“ Unter diesen Voraussetzungen sprach der Bergstädter auch angesichts der Ausfälle – die HSG spielte ohne Hofmann, Schmidt, von Oepen, Lukowski, Seckelmann, Steinacker und Lausen – von zwei verschenkten Zählern.

In der Niedersprockhöveler Glückauf-Halle liefen die Märkerinnen fast ständig einem Rückstand hinterher. Die Gastgeberinnen um Jennifer Böhmer, gegen die der ausgedünnte Innenblock der Gäste kein Mittel fand, und die 48-jährige Spielmacherin Simone Weltzien legten mal zwei, mal drei Tore vor (5:3, 10./7:4, 14./15:13/35.). Einzig beim 9:10 durch Michelle Pleuger hatten die Lüdenscheiderinnen einmal kurz die Nase vorn (22.).

Insgesamt leisteten sich die HSG-Spielerinnen jedoch gegen die schlaksige Sprockhöveler Torhüterin Teresa Mühlhaus zu viele Fehlwürfe – und das bestrafte die TSG, je länger die Partie dauerte, immer häufiger mit einem der Lieblings-Mittel der Sauerländerinnen. Nämlich mit einem effektiven Tempogegenstoß-Spiel, das auch nach dem letztmaligen Ausgleich zum 15:15 (38.) zum 5:0-Lauf der Gastgeberinnen gegen in dieser Phase in der Deckung ganz schwache Köster-Schützlinge beitrug. So war beim 20:15 (44.) bereits eine Vorentscheidung gefallen. Auch der personifizierte HSG-Einsatzwille in Gestalt von Annika Worobey und Kim-Saskia Malcus konnte danach nicht mehr das Ruder herumreißen.

Axel Krüger

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