HSV - HSE: „Brauchen Feuer des achten Mannes!“

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Der Oberliga-Absteiger HSE Hamm hat aufgerüstet und kommt für einen Wiederaufstieg durchaus in Frage. Keine leichte Aufgabe für die angeschlagene Henning-Sieben – hier mit Tim Gurol im Heimspiel gegen Höchsten.

WERDOHL - Dritter Spieltag in der Handball-Verbandsliga 2 – und schon bekommt es die HSV Werdohl/Versetal mit dem zweiten Titelkandidaten zu tun. Nach dem TuS Hattingen, bei dem die Henning-Sieben deutlich verlor, treffen Bardischewski und Co. nun auf die HSE Hamm. Anwurf ist Samstag in der Sporthalle Riesei um 19 Uhr.

Personell hätte sich Kai Henning gewiss bessere Voraussetzungen gewünscht. „Viele, viele Fragezeichen“, beschreibt der HSV-Trainer die Situation vor dem Duell gegen den Oberliga-Absteiger. Sebastian Lohmann laboriert ebenso wie Tino Gadomski an einem grippalen Infekt. Mit Schulterproblemen haben außerdem Steffen Fischer und Torwart Dominik Meckel zu kämpfen. Jugoslav Lakic befindet sich im Urlaub. Einen symbolischen Lichtblick assoziiert Henning mit den ersten Gehversuchen, die Michel Lengelsen am Donnerstag im Training unternommen hat. Welches Aufgebot der HSV zur Verfügung steht und in welcher Verfassung sich fragliche Spieler befinden, wird sich wahrscheinlich erst nach dem Aufwärmen zeigen.

Schwarz sieht der HSV-Trainer deshalb aber noch lange nicht. „Wir haben schon tolle Spiele mit einem Mini-Aufgebot abgeliefert. Gerade wenn die Situation fast aussichtslos erscheint, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein angeschlagenes Kollektiv über sich hinaus wächst und Berge versetzt“, ist er überzeugt, dass die HSE Hamm, die heute zum ersten Mal in dieser Saison „auswärts“ antritt, die Punkte keinesfalls „geschenkt“ bekommt.

Der Absteiger aus der Oberliga zählt zu den Kandidaten, die ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitreden werden. Davon sind viele Kenner der Szene überzeugt. Mit Spielern vom Ligakonkurrenten ASV Hamm II, mit dem die HSE nach der Spielzeit zur SG Hamm fusionieren wird, hat sich die HSE verstärkt und zählt deshalb zurecht zum engen Kreis der Top-Teams.

Ganz unvorbereitet wollte Henning nicht gegen die Reichenberger-Sieben antreten, erhielt deshalb die Informationen aus erster Hand von Nils Scheuermann, der die HSE beim Spiel gegen den HSC Recklinghausen beobachtete. Die HSE hatte bisher zwei Heimspiele, nicht im engen Sinne, aber beide in Hamm. Beim Auftakt trat das Reichenberger-Team beim Mitabsteiger und künftigen Fusionspartner ASV Hamm II an, gewann die Partie 33:29. Im „echten“ Heimspiel gegen die Eintracht aus Recklinghausen behielt die HSE mit 35:31 Toren die Oberhand und zählt aktuell zu den drei Teams, die sich mit einer makellosen 4:0-Punkte-Bilanz die Spitze teilen.

„Ein abgezocktes Team mit einer starken Abwehr. Die lassen sich auch von Rückständen nicht aus dem Konzept bringen“, weiß Henning, der auf die Unterstützung von der Tribüne baut. „Wir brauchen das Feuer und die Emotionen des achten Mannes“.

HSV: Meckel, Griessl – van der Hurk, Lohmann (?), Lengelsen (?), de Liello, Bluhm, Gurol, Scheerer, Burzlaff, Bardischewski, Fischer (?), Gadomski (?)

Von Markus Jentzsch

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