Handball

Lausen-Ausfall wiegt zu schwer

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Als einziger Gäste-"Shooter" bei der Niederlage in Hohenlimburg letztlich machtlos: Niclas Beckmann.

Hagen - Zum Schluss war’s schon ein kleiner sportlicher Offenbarungseid, den die Landesligahandballer der HSG Lüdenscheid bei der 16:25 (8:9)-Niederlage beim Namensvetter in Hohenlimburg ablieferten.

Letztlich wog am Samstagabend der Ausfall von Top-Torjäger Phil Lausen viel zu schwer für die Bergstädter: Wegen des Langzeitausfalls von Maurice Duda lastete alle „Shooter“-Verantwortung auf den Schultern von Niclas Beckmann, da auch das Linkshänder-Duo mit Sebastian Bölling und Basti Mühlbauer überhaupt nicht zündete. Dennoch: Die HSG aus Lüdenscheid fand hervorragend in die Partie, stand in der Deckung vor einem ganz stark beginnenden Kämmerer sehr gut und entwickelte mit geduldigem Spiel gute Abschlusschancen gegen den nicht minder starken Hohenlimburg-Keeper Fritzsche. Die Folge: Plates Siebenmeter bedeutete die 7:3-Führung der Bergstädter (19.).

Doch schon zwei Minuten zuvor hatte Hohenlimburgs Trainer Sascha Maystrenko Erfahrung pur von der Bank geholt, an der die Lüdenscheider letztlich zerbrachen: Die Wittke-Brüder und die Ex-Lüdenscheider Dralus und Hell sorgten nicht nur für Defensivstabilität, sondern fanden mit ihrem gekonnten Kleinkombinationsspiell auch Offensivlösungen gegen eine über die gesamte Distanz ordentlich agierende Gästeabwehr. Während das Team von Volker Schnippering geschlagene zehn Minuten ohne Torerfolg blieb, hatten vor allem „Lappen“ Dralus (3) und Co. die Partie mit einem 6:0-Lauf zum 9:7 gedreht, die Lüdenscheider inzwischen mit dem am Knie verletzten Lukas Weichelt den nächsten Ausfall zu beklagen.

Mit neu formiertem Rückraum weckten Ahmads Anschlusstor vor und der zweimalige Ausgleich nach Wiederbeginn durch Plate und Ahmad mit viel Tempo noch einmal Hoffnungen auf ein Comeback, doch von Philipp Wittke abgefangene Gegenstoßpässe leiteten die Vorentscheidung ein, die ein neuer 6:1-Lauf der Hohenlimburger zum 16:11 (40.) besiegelte. Aus der Nummer kamen die Gäste trotz Experimenten mit einer 3:3-Deckung nicht mehr heraus, vorne fehlten Beckmann und Co. zu viele Körner und auch der Glaube an sich selbst. Der Rest war nach dem 17:13 (46.) reine Formsache.

Hohenlimburg: Fritzsche (55. Kind) – Dralus (4), Döscher (2), P. Wittke (4), Waschk (1), Marks, Bovensmann, Hollatz (4), Hell (6/3), Maschin, Truss (2/1), B. Wittke (2)

Lüdenscheid:  Kämmerer, Ferizi (n.e.) – Bölling, Hurlbrink, Füller, Plate (7/3), Beckmann (4), Mühlbauer, Ahmad (2), L. Weichelt, Lenz (1), Fenner, C. Broscheit (1), Nitsch (1)

Schiedsrichter: Kahraman/M. Schürhoff (Drolshagen/Olpe)

Zeitstrafen:  Hohenlimburg 4, Lüdenscheid

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