Eishockey, DEL

Hohe Hürde an der Spree: Roosters haben aber keine Angst

Eishockey-Zweikampf
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Nach dem guten Auftritt in Köln wollen die Roosters auch in Berlin mit breiter Brust auftreten.

Die Iserlohn Roosters sind am Sonntag beim stärksten Team der Nordgruppe, den Eisbären Berlin, zu Gast. Trainer Brad Tapper fordert, auch gegen diesen Gegner die eigenen Stärken aufs Eis zu bringen.

Iserlohn – Knapp eineinhalb Wochen hat Brad Tapper das Sagen am Seilersee, ist er als neuer Headcoach im Amt. Dass seitdem ein anderer Wind durch die altehrwürdige Eissporthalle weht, dürfte auch der Letzte verstanden haben. Tapper kann Klartext sprechen oder Zuhörer sein, ist Motivator, Antreiber, allerdings kein Freund, jedoch ein sehr verlässlicher Partner in der Kabine.

Und Tapper hat klare Vorstellungen, wie eine von ihm trainierte Mannschaft zu funktionieren hat. „Ich bin sehr relaxed nach unserem gemeinsamen guten Start, aber ich bin nicht zufrieden damit. Ich bin nie zufrieden“, sagt der Kanadier.

Es ist eine Charaktereigenschaft, die ihn schon zu Spielerzeiten ausgemacht hat. Unbändigen Kampfgeist hat er meist geschafft, aufs Eis zu bringen, harte Arbeit und die Überzeugung, dass mit starkem Teamgeist und echter Zusammenarbeit alles möglich ist. Genau diese Attribute in die alltägliche Arbeit einzubauen, damit sein neues Team diese Eigenschaften für sich übernimmt, ist sein vorrangiges Ziel.

Hohe Hürde an der Spree: Roosters haben aber keine Angst

Zu dieser Einstellung gehört auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Die erlaubt sich Tapper sogar mit Blick auf das Sonntagsspiel bei der ohne Zweifel stärksten Mannschaft im Eishockey-Norden, den Eisbären Berlin. Wenn die Roosters dort um 17 Uhr auflaufen, gilt für den Coach: „Wir kümmern uns nicht um den Gegner, wir kümmern uns einfach nur um uns und wollen unsere Stärken aufs Eis bringen. Das gilt auch für unser Match in Berlin.“

Natürlich denkt der Cheftrainer bei diesen Worten auch an das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison. Damals im Januar haben die Roosters nicht nur ihr erstes Heimspiel gegen die Hauptstädter gewonnen, sie haben vielleicht sogar ihr bestes Saisonmatch bestritten.

Wer den größeren Willen mit aufs Eis bringt und härter arbeitet, wird dieses Match gewinnen!

Brad Tapper (Roosters-Trainer)

Das zu wiederholen, wäre nun der Plan für den Sonntag. Es gibt dabei nur ein Problem. Die Eisbären von damals sind nicht mehr die Eisbären von heute. Spätestens das Match des Teams vom Donnerstagabend, als sich die Berliner mit 5:1 bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven durchsetzten, hatte nichts mit der Mannschaft zu tun, die damals am Seilersee verlor.v Schlittschuhläuferisch auf höchstem Niveau, kämpferisch top und vor allem taktisch offensiv und defensiv hervorragend eingestellt, bewies das Team nach drei Niederlagen in Folge, was wirklich in ihm steckt. „Ich habe natürlich das Spiel im Fernsehen live angeschaut und eine ganz starke Berliner Mannschaft gesehen. Aber warum sollten wir sie mit ganz harter Arbeit nicht noch einmal schlagen?“, fragt Tapper.

Entscheidend sei der Wille der Spieler. „Wer den größeren Willen mit aufs Eis bringt und härter arbeitet, wird dieses Match gewinnen.“ Natürlich weiß Tapper, wie talentiert die Eisbären sind, er reduziert das Match aber erst einmal auf das Wesentliche, die harte Arbeit.

Andy Jenike wird wieder im Tor stehen

Um sich ideal vorbereiten zu können, reist die Mannschaft bereits am Samstag in der Hauptstadt an, wird die Nacht in einem nahe der Arena liegenden Hotel verbringen. Zunächst plant Tapper auf genau die Mannschaft zurückzugreifen, die in Köln auf dem Eis gestanden hat.

Andy Jenike wird erneut im Tor stehen, die Reihen sollen unverändert bleiben. Stürmer Marko Friedrich hat sich von seiner Erkrankung erholt, konnte bereits mit der Mannschaft trainieren, wird aber wohl nur im Aufgebot stehen, wenn ein anderer sich kurzfristig verletzt oder erkrankt. „Ich vertraue auf das gleiche Line-Up, weil mir viele Dinge, die ich gegen Köln gesehen habe, gefallen haben. Deshalb ist es unnötig zu wechseln.“ Dieter Orendorz fehlt zudem verletzt.

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