Zweite Sportanlage im Fußball-Kreis durch das Hochwasser stark beschädigt

Auch Altenmühle-Platz „abgesoffen“

Sportplatz Altenmühle im Versetal
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Die Stolperkante ist deutlich zu erkennen. Der Kunstrasen im Versetal präsentiert sich nach dem Einfluss des Hochwassers wellig.

Ursprünglich sollte die Arbeitstagung des Fußballkreises Lüdenscheid am kommenden Dienstag, 27. Juli, in der Brügger Vereinshalle stattfinden. Die aber ist durch die Flutkatastrophe in der vergangenen Woche erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, doch ein Ersatzort war schnell gefunden: Nunmehr wird am Dienstag ab 18.30 Uhr in der Sporthalle am Halveraner Kreisch getagt, wo am Freitag schon die Jugendleiter-Arbeitstagung stattgefunden hatte.

Kreisgebiet - „Da es keine Ehrungen für Meister und Aufsteiger gibt, wird sich die Veranstaltung letztlich auf die drei Themenkomplexe Spieltechnische Angelegenheiten, Regeländerungen, insbesondere beim Handspiel, und die Pokalauslosung beschränken“, so Georg Heimes, Vorsitzender des Kreis-Fußball-Ausschusses (KFA). Gemeldet haben für den Krombacher-Kreispokal-Wettbewerb insgesamt 28 Vereine.

Worauf die Vereinsvertreter indes wohl noch verzichten müssen, sind Spielpläne. Denn durch Unwetterschäden ist nicht nur der Sportplatz Brügge in Winkhausen unbespielbar, sodass Mannschaften auf andere Plätze ausgelagert werden müssen, sondern auch der Sportplatz Altenmühle in Werdohl.

Winkhausen-Nutzer auf andere Plätze in Lüdenscheid verteilt

Für die vier Vereine in Brügge hat Dierk Gelhausen, bei der Stadt Lüdenscheid unter anderem für die Belegung der Sportanlagen zuständig, nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub in Windeseile reagiert und die Mannschaften für den Trainings- und Spielbetrieb der gesamten Saison 21/22 auf vier andere Plätze im Stadtgebiet umquartiert. So wird die neue Heimat von den drei Vertretungen von TuRa Brügge (B-Liga, C-Liga, A-Juniorenteam) der Honsel sein (Trainingszeiten am Montag, Mittwoch und Freitag), C-Ligist Maroc Lüdenscheid zieht zum Dickenberg um (Trainingszeiten am Dienstag und Freitag), C-Ligist Portugues Lüdenscheid kickt künftig in der LüWo-Arena am Wehberg (Trainingszeiten am Montag und Mittwoch), während die Bezirksliga-Frauen und U17-Mädchen des FFC Lüdenscheid ihre Zelte am Nattenberg aufschlagen werden (Trainingszeiten am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag).

In den Umkleiden und Sanitärräumen stand das Versewasser teilweise 80 Zentimeter hoch.

TuS Versetal bietet sich ein Bild des Schreckens

Wohl nicht ganz so schlimm wie die Anlage in Brügge-Winkhausen hat es auch den Werdohler Sportplatz in Altenmühle erwischt – aber auch dort sind die Schäden enorm, ist noch nicht absehbar, wann dort wieder gekickt werden kann. „Wir sind seit Donnerstag jeden Tag mit rund 15 Leuten im Einsatz. Der Platz war überschwemmt, in zwei von vier Kabinen stand das Wasser rund 80 Zentimeter hoch, Computer und Elektrik sind kaputt“, bot sich für Volker Oßenberg, Geschäftsführer und Vorstandssprecher des TuS Versetal, anfangs ein Bild des Schreckens. Nachdem erste Schäden aufgenommen worden waren, sind er und weitere Vereinsmitglieder mit Reparatur- und Reinigungsarbeiten beschäftigt, mithilfe einer Maschine der Stadt Plettenberg ist der Platz seit Anfang der Woche mehrfach abgezogen werden, noch gestern Nachmittag waren weitere Reinigungsarbeiten angesagt, ehe am Abend eine Vorstandssitzung folgte, um darüber zu beratschlagen, wie es weitergehen kann.

Wir wollen nicht jammern, dass unser Sportplatz abgesoffen ist. Da hat es viel schlimmere Schicksale gegeben.

Volker Oßenberg (Geschäftsführer TuS Versetal)

Riesei als einzige Ausweichmöglichkeit

„Wir haben alle Unterstützung von der Stadt und vom Sportamt, unsere Mannschaften, ob Senioren oder Nachwuchs, konnten in dieser Woche auch unbürokratisch mithilfe der FSV am Riesei im Rahmen begrenzter Möglichkeiten trainieren. Aber natürlich muss es jetzt kurz- und mittelfristig einen Fahrplan geben, wie es weitergeht. Wir haben allein sieben, acht Mannschaften, unser Platznachbar TSV Werdohl auch mindestens sechs. Und die müssen alle auf andere Plätze verteilt werden, und da gibt es in Werdohl ja nur noch die zwei am Riesei“, so Oßenberg, der auf mehrfache Nachfrage schließlich kurz angebunden äußerte, dass er vom TSV Werdohl bis dato noch keine Helfer am Sportplatz gesehen habe.

Wie gravierend zumindest die Schäden am Kunstrasen sind, ob er komplett kaputt ist oder eventuell doch noch in der neuen Saison bespielbar ist, darüber wollte Oßenberg keine Einschätzung abgeben: „Ich bin kein Experte, da sollen sich Gutachter mit beschäftigen. Letztlich wollen wir aber nicht jammern, dass unser Sportplatz abgesoffen ist. Da hat es viel schlimmere Schicksale gegeben.“

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