Handball, 3. Liga D

Hochwasserhilfe unter Nachbarn: Heimspiele des TuS Volmetal am Löh

Handballer im Zweikampf
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Die Volmetaler Drittliga-Handballer – hier Julius Blümel (links) im Zweikampf mit Christopher Klasmann – tragen bis Weihnachten drei Heimspiele am Löh aus.

Nachbarschaftshilfe unter Drittliga-Rivalen: Weit die Halle am Volmewehr in Hagen-Dahl nun doch aufgrund eines Hochwasserschadens nicht genutzt werden kann, trägt der TuS Volmetal seine nächsten Heimspiel am Schalksmühler Löh in der Heimat der SGSH Dragons aus.

Schalksmühle – Wenn die SGSH Dragons am Samstagabend an der Halveraner Mühlenstraße die HSG Krefeld zum absoluten Topspiel der 3. Liga, Staffel D, erwarten, dann wird auch in ihrer zweiten Heimathalle Drittliga-Handball gespielt. Und das Spiel ist nicht weniger brisant, im Gegenteil: Am Löh erwartet um 19.45 Uhr der Tabellenvorletzte TuS Volmemal das Schlusslicht ESG Gensungen/Felsberg.

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir so unkompliziert von der SGSH und der Gemeinde Schalksmühle Hilfe bekommen haben“, sagt Volmetals Marketingleiter Jens Schilling, „das hat wirklich super geklappt.“ Die Volmetaler – sie sind nun verspätet auch ein Hochwasseropfer.

Hatte man zunächst gedacht, die Katastrophe, die den Ortsteil Dahl so hart getroffen hat, sei zumindest an der Sporthalle vorbeigegangen, so ist nun festgestellt worden, dass die Bodenplatte von unten doch arg getroffen ist: Schimmelbefall. Der komplette Hallenboden jedenfalls muss ausgetauscht werden. Die Handballer des TuS Volmetal müssen bis Mitte Dezember ohne ihre sportliche Heimat auskommen.

Hochwasserhilfe unter Nachbarn: Heimspiele des TuS Volmetal nun am Löh

Das Training wurde – das war schwierig genug angesichts knapper Kapazitäten – bereits auf zahlreiche Sporthallen verteilt, in Wehringhausen zum Beispiel hat der Klub eine neue Heimat gefunden. Das Gros der Spiele findet ebenfalls in Hagen statt. Doch für das Drittliga-Team suchte der TuS eine drittligataugliche Spielstätte – und fand sie im Nachbarkreis, am Schalksmühler Löh.

Für Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg war es nach dem Anruf von Jan Schriever, der für den TuS Volmetal über die SGSH den Kontakt hergestellt hatte, eine „spontane Selbstverständlichkeit“, dem Nachbarn zu helfen. „Es sind so kurze Wege – die Rummenohler kaufen bei uns im Edeka ein, wir schätzen die Gastronomie in Rummenohl“, sagt Schönenberg, „bei aller sportlichen Rivalität hilft man da natürlich gerne. Das ist gelebte Solidarität. Ich bin mir ganz sicher, dass es umgekehrt nicht anders gewesen wäre. Wir sind beim Hochwasser in Schalksmühle noch relativ glimpflich davon gekommen, aber wir haben es auch erlebt. Natürlich helfen wir gerne.“

Derby Volmetal contra SGSH in der Krollmann-Arena

Die Volmetaler gehen nun an die Planung. Ihre Fans sollen von Charly Forner mit dem Bus in einem Shuttle-Service durchs Volmetal zum Löh gebracht werden. Ein eigenes Catering zu den Heimspielen planen die Grün-Weißen auch. „Allerdings in einer abgespeckten Volmetal-Version“, sagt Jens Schilling und hofft gleichwohl darauf, dass es dem Kellerkind irgendwie gelingt, auch am Löh eine „grüne Wand“ zu installieren, sodass die Heimspiele in Schalksmühle auch einen echten Heimvorteil in den wichtigen Duellen im Abstiegskampf haben.

Bei aller sportlichen Rivalität hilft man natürlich gerne. Das ist gelebte Solidarität!

Jörg Schönenberg (Bürgermeister der Gemeinde Schalksmühle)

Nach dem Heimspiel gegen Gensungen am Samstagabend (Anwurf 19.45 Uhr) warten am Löh noch zwei weitere Volmetal-Heimspiele bis zum Jahresende – am 20. November gegen die Bergischen Panther und am 27. November gegen Eintracht Baunatal. Am letzten Oktober-Wochenende hätte der TuS zudem daheim gegen Longerich spielen müssen, hat in diesem Fall aber das Heimrecht getauscht.

Und dann ist da noch der ganz besondere Jahresausklang: Am 11. Dezember hat der TuS Volmetal Heimrecht gegen die SGSH Dragons. Dieses Spiel aber wird nicht am Löh stattfinden. Das Derby ist in die Krollmann-Arena in Hagen, Heimspielstätte des VfL Eintracht und der Phoenix-Basketballer, verlegt worden. Ein Lokalfight, der damit in Sachen Zuschauerzuspruch in ganz neue Sphären vorstoßen könnte.

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