Handball

Highlights für Hennekes: DHB-Perspektivkader startet durch

Zwei Schiedsrichter beim Handball
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Nils Hennekes und Moritz Hartmann im DHB-Schiedsrichrer-Outfit – am Freitag und Samstag sind sie im Auftrag des DHB im Einsatz.

Für den Kiersper Nils Hennekes und seinen Dortmunder Gespannmann Moritz Hartmann ist die Handballsaison noch nicht zu Ende, im Gegenteil: Die Schiedsrichter freuen sich auf ganz besondere Einsätze auf DHB-Ebene beim Nachwuchs.

Kierspe – Die meisten Handballer der Region sind bereits wieder im Pausenmodus oder haben diesen nach dem langen Lockdown seit Anfang November gar nicht mehr verlassen. Nicht so Nils Hennekes und Moritz Hartmann. Der 22-jährige Kiersper und der 23-jährige Dortmunder freuen sich dieser Tage gerade auf ihre Saison-Highlights.

Am Freitag wird das Duo nach Lemgo reisen, am Samstag nach Gelnhausen. Setzt man Kierspe als Startpunkt an, so sind es einmal gut 180 Kilometer gen Norden und einmal knapp 190 gen Süden. Fahrten, die Hartmann und Hennekes „getestet“ antreten, was sie nicht davon entbindet, sich in der Halle noch einmal einem Corona-Schnelltest unterziehen zu müssen.

Denn das Duo hat eine wichtige Aufgabe. Es leitet im Lipperland ein Viertelfinalspiel um die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft zwischen dem TBV Lemgo und dem VfL Potsdam, einen Tag später im südlichen Hessen ein K.o.-Spiel im DHB-Pokal der A-Junioren zwischen Gelnhausen und Aue.

Highlights für Hennekes: DHB-Perspektivkader startet durch

„Vor vier, fünf Jahren habe ich von den Deutschen Meisterschaften geträumt, und nun pfeift man da“, sagt Nils Hennekes. Der Schiedsrichter aus Kierspe hat einen beeindruckenden Erfolgsweg hinter sich. Seit dem vergangenen Sommer gehört er mit seinem Gespannmann Moritz Hartmann zum DHB-Perspektivkader. Für Hennekes und Hartmann bedeutete dies, dass die jungen Referees Partien der A-Jugend-Bundesliga und der Oberliga des Landesverbandes leiten sollten. Vor dem Lockdown durften sie im Oktober das Bielefelder Oberliga-Derby zwischen dem inzwischen frisch gebackenen Drittliga-Aufsteiger Altenhagen und Jöllenbeck leiten. Ein Erlebnis, eine Erfahrung. Dann kam aber auch schon der nächste Lockdown…

„Von November bis zum Februar ging gar nichts in der Halle“, sagt Nils Hennekes, „es gab nur regelmäßig Zoom-Meetings mit dem DHB-Perspektivkader, in denen wir dann meistens Entscheidungen der Schiedsrichter aus der 1. und 2. Bundesliga analysiert haben. Und auch einen Video-Test gab es.“ Im Februar dann formten sich Pläne für die Drittliga-Aufstiegsrunde. Da durfte das Duo das Testspiel zwischen Eintracht Hagen und dem TV Großwallstadt pfeifen. „Und danach ging wieder nicht mehr“, sagt Hennekes, „bis zum Restart am 1. Mai.“

Vor vier, fünf Jahren habe ich noch von der Deutschen Meisterschaft geträumt, nun pfeifen wir da!

Nils Hennekes

Der DHB hatte für die A-Junioren-Teams der Bundesliga, die entsprechende Trainingsmöglichkeiten hatten und spielen wollten, die Runden um die Deutsche Meisterschaft angesetzt. Das erste offizielle Pflichtspiel für Hartmann und Hennekes sollte das A-Jugend-Vorrundenspiel zwischen Hanau und Essen werden. „Direkt mit einer Beobachtung, aber es hat gut geklappt, die Beurteilung war sehr erfreulich“, sagt Hennekes, „natürlich muss man nach so einer langen Zeit auch erstmal wieder reinfinden als Schiedsrichter, aber die Mannschaften haben es uns auch bei einem nicht so guten Pfiff leicht gemacht, sie waren nachsichtig…“

Der nächste Traum: 3. Liga als „Sprungbrett zur 1. Bundesliga“

Nun brennt das Duo auf die nächsten Aufgaben, will sich weiter empfehlen. Aktuell sind Hartmann und Hennekes im B-Kader der Perspektiv-Referees des DHB. Das nächste Ziel ist der Sprung in den A-Kader, dann dürften die beiden auch regelmäßig Spiele in der 3. Liga pfeifen.

„In dieser Saison ist das alles schwierig mit dem Aufstieg, weil es so wenig Spiele gegeben hat, aber fürs nächste Jahr ist es das Ziel“, sagt Hennekes, „und dann heißt es ja, dass dies das Sprungbrett in Richtung Bundesliga sein könnte.“ Natürlich wäre das auch ein Traum für die beiden, Spiele in der 1. oder 2. Bundesliga pfeifen zu dürfen. Ein neuer, großer Traum, nachdem sich der alte nun erfüllen wird.

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