Inline-Skaterhockey

Highlander nehmen das Angebot einer Bundesliga-Rückkehr nicht an

Jubel bei Spielern im Inline-Skaterhockey
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Die Highlander des LTV 61 hoffen auf die Austragung einer Spielrunde in diesem Jahr – und sie hoffen auf ihren Europapokal-Start in Essen.

Nach dem Velbert-Rückzug hätten die Highlander in die Bundesliga zurückkehren können, doch dieses Angebot haben sie nicht angenommen. Stattdessen freuen sie sich auf den Europapokal.

Lüdenscheid – Der Amateursport liegt weiter brach. Trotz der zunächst bis zum 7. März verlängerten Beschränkungen in nahezu allen Lebensbereichen sind es die Verbände und Vereine, die sich in Optimismus üben und Hoffnung auf eine Rückkehr noch in diesem Jahr in ein Stück sportliche Normalität verbreiten. Der Inline-Skaterhockeyverband Deutschland (ISHD) ist mit seinen Planungen für 2021 ebenfalls schon weit vorangeschritten. Und mit dem Verband hoffen die Highlander Lüdenscheid auf die Austragung einer Spielrunde in diesem Jahr.

Genau 105 Tage ist es her, dass die Highlander des LTV 61 ihren letzten Einsatz hatten. Der 11:8-Sieg über die Bockumer Bulldogs am 24. Oktober des vergangenen Jahres gehörte allerdings schon nicht mehr in die Kategorie Pflichtspiel, nachdem der Verband als Reaktion auf den ersten Lockdown den Meisterschaftsbetrieb abgesagt und eine abgespeckte Ersatzrunde ausgelobt hatte.

Nach vier Siegen aus vier Spielen war für die „Schotten“ allerdings auch schon wieder Schluss. Das Spiel am 31. Oktober in Kaarst fiel bereits dem schon angekündigten zweiten Lockdown zum Opfer. Seitdem befinden sich auch die Highlander in Wartestellung. Im Spätherbst wurde der Deutsche Vize-Meister von 2008 indes für eine Rückkehr in die 1. Bundesliga ins Gespräch gebracht.

Highlander nehmen das Angebot einer Bundesliga-Rückkehr nicht an

Nachdem die Commanders Velbert ihren Rückzug erklärt hatten, sich aber kein Zweitligist als Nachrücker fand, hätten die Highlander als bester Absteiger der Saison 2019 das Feld im Oberhaus komplettieren können. „Der Staffelleiter Carsten Arndt rief mich an und fragte nach, ob wir uns das vorstellen könnten“, erinnert sich Schotten-Chef Dr. Stephan Seuster. „Wir hatten aber genau von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 15 Uhr, Zeit, uns zu entscheiden. In dieser Zeit hätten wir uns Gedanken um die Erfüllung der Schiedsrichter- und Trainerpflicht und die Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders machen können. Das war einfach nicht darstellbar“, begründet der Abteilungsleiter beim LTV 61 nachvollziehbar die folgerichtige Absage an den Staffelleiter.

Somit haben die Highlander für die Spielrunde 2021 zwei Mannschaften gemeldet: Neben einer Nachwuchstruppe haben die Bergstädter im Seniorenbereich ein Team für die Regionalliga gemeldet. Bewusst hat der Verband auf die Austragung des Pokalwettbewerbs verzichtet – womöglich, um die Spieltermine für den Meisterschaftsbetrieb freizuhalten.

Wir hatten aber genau von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 15 Uhr, Zeit, uns zu entscheiden. In dieser Zeit hätten wir uns Gedanken um die Erfüllung der Schiedsrichter- und Trainerpflicht und die Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders machen können. Das war einfach nicht darstellbar.

Dr. Stephan Seuster (Highlander-Chef)

Weitsicht bewies die ISHD grundsätzlich auch, als sie den Saisonstart auf die Zeit nach Ostern einplante. Wobei auch dieser Starttermin laut Seuster wohl kaum zu halten sein dürfte. „Die Beschränkungen gelten zunächst bis März fort. Ich glaube kaum, dass im März schon wieder Sport getrieben werden kann. Wann also sollen sich die Teams auf die Saison vorbereiten?“, stellt er die berechtigte rhetorische Frage, wobei Seuster vollstes Verständnis dafür hat, dass die Sportart „nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht, wenn man bedenkt, dass schon in den unteren Klassen Mannschaften aus verschiedenen Bundesländern und Regionen aufeinandertreffen und die Gefahr der Ausbreitung dadurch groß ist“.

Das Europapokal-Turnier findet in Essen statt

Für die Highlander gilt also wie für so viele: abwarten. Dabei wäre das Sportjahr 2021 für die „Schotten“ ein durchaus reizvolles: Als einer der vier Halbfinalisten des Pokalwettbewerbes in der Abstiegssaison 2019 haben die Highlander ein Startrecht für den Europapokal ergattert, der vom 18. bis zum 20. Juni in Essen ausgetragen werden soll. Dann hätte der Regionalligist um die Routiniers Svejda, Stein, Bruch & Co noch einmal die Möglichkeit, neben Teams aus Österreich, Schweiz, England, Russland und der Ukraine um internationale Titelehren zu kämpfen. Es wäre nach der langen Phase des sportlichen Nichtstuns ein absolutes Highlight für den Verein. Ein Hoffnungsschimmer in trüber Zeit allemal...

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