Inline-Skaterhockey

Nur siegen und hoffen

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Bully für den Saisonendspurt: Den Highlandern helfen nur noch eigene Siege und Schützenhilfe von Essen und Kaarst gegen Velbert.  

Lüdenscheid – Es war der Spätherbst des Jahres 2008, als die Highlander Lüdenscheid trotz verlorener Finalserie mit der Vize-Meisterschaft ihren bislang größten Erfolg ihres Bestehens verbuchten. Gegner damals: die Duisburg Ducks. Am Samstag herrscht für die Highlander wieder Endspielstimmung, und wieder heißt der Gegner ab 19 Uhr Duisburg Ducks – doch es ist ein andere Art von Endspiel – diesmal könnte sich für die Bergstädter mit einer Niederlage das Kapitel „1. Bundesliga“ nach 13 Jahren - zumindest vorerst - schließen.

Die Ausgangssituation für die „Schotten“ ist so einfach wie extrem: Bei fünf Punkten Rückstand auf die Commanders Velbert, die im Fernduell bei den Rockets Essen und nächste Woche gegen Kaarst leer ausgehen müssen, benötigen die Highlander aus den letzten verbleibenden Spielen am Samstag und nächste Woche beim Schlussakkord in Iserlohn auf jeden Fall zwei Siege bzw. eine Ausbeute von mindestens fünf Zählern, um den drohenden Abstieg zu vermeiden, spricht doch immerhin der bessere direkte Vergleich gegenüber Velbert für die Sauerländer.

Schon einmal standen die Highlander vergleichbar mit dem Rücken zur Wand. 2012 war das, als sie mit einem 7:5-Sieg bei den Rockets Essen (noch mit Roy und Maikel Prince) im letzten Hauptrundenspiel den Sprung ans rettende Ufer schafften – übrigens auch dank der Schützenhilfe der Duisburg Ducks. 13 Punkte reichten damals für den Klassenerhalt. So viele, wie die Highlander jetzt, zwei Spiele vor Schluss, auf dem Konto haben. Sechs sollen, fünf müssen noch dazukommen, sonst schließt sich der Vorhang für die „Schotten“ in jedem Fall.

Für die Ducks, so viel ist sicher, geht es heute und nächste Woche um nicht mehr so viel. Die Play-off-Teilnahme ist ihnen sicher, eine bessere Platzierung als Platz fünf allerdings nicht mehr möglich. So könnte für den langjährigen Kontrahenten aus dem Ruhrpott gegen Ende der Hauptrunde schon ein wenig die Luft raus sein. Auswärts holte ohnehin bislang kein anderes derzeit in den Play-offs platziertes Team weniger Punkte als die Enten aus dem Duisburger Süden (7).

Die Hoffnung, sie stirbt auch bei den Highlandern bekanntlich zuletzt. Um die Chance auf ihr Endspiel in Iserlohn zu wahren, müssen sie das letzte Heimspiel jedoch unbedingt gewinnen. Klar ist aber auch: Dann muss gegenüber der Schlappe gegen Kaarst in Sachen Disziplin und Einstellung eine ganze Schippe draufgepackt werden. Zwar war Kapitän Matti Stein von den Referees beim Heimdebakel gegen Kaarst auch wenig angetan, stellte aber klar: „Bei noch schwächeren Schiedsrichtern hätten wir wohl noch mehr gesperrte Akteure zu beklagen.“ So muss wegen seiner Gelb-Roten Karte lediglich Tim Bruch am Samstagabend zuschauen, zudem fehlt weiter der reaktivierte Jonathan Otters.

Gute Nachrichten gibt’s aber auch bei den „Schotten“: Torjäger Jiri Svejda steht gegen die Enten ebenso zur Verfügung wie der angeschlagene Klasseverteidiger Dominik Bialke: Der 30-Jährige wird auf die Zähne beißen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Überhaupt ist Teamgeist gefragt: „Jetzt dürfte jeder unserer Spieler begriffen haben, was für den Verein auf dem Spiel steht“, meint Matti Stein.

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