Ordentliche Bilanz der „Südtour“

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Gutes Rezept gegen Langeweile: Nach zwei intensiven Bundesliga-Partien hatten einige Akteure der „Schotten“ auf der Rückfahrt aus Augsburg noch nicht genug und spielten während eines Staus auf der A3 auf einem Rastplatz eine kurze Partie Hockey.

Lüdenscheid - Drei von sechs möglichen Zählern geholt, Platz vier und den Zwölf-Punkte-Vorsprung auf Rang neun verteidigt: „Das Ergebnis ist so schlecht nicht. Damit kann man durchaus zufrieden sein“, resümierte Jonathan Otters, Verteidiger und Teamleiter der Highlander Lüdenscheid, während der Rückfahrt der „Schotten“ von ihrer Südtour aus Atting und Augsburg am Sonntag.

Von Tim Viebahn-Knötig

Dem 6:5-Sieg beim heimstarken Aufsteiger – gegen die Highlander kassierte der IHC erst die dritte Heimpleite – folgte zwar das 6:8 beim TV Augsburg. Das schien die Laune bei den auf Play-Off-Kurs liegenden Bergstädtern aber nicht verhagelt zu haben.

Als das Team des seit Samstag 47 Jahre alten Highlander-Trainers Stephan Mayer auf der A3 in einen Stau geriet, nutzten Orendorz, Hall, Seuster und Co. die Gelegenheit für eine kurze Einheit mit Schläger und Ball auf der Asphaltdecke eines parallel zur Autobahn verlaufenden Rastplatzes. Der Endspurt-Sieg in Atting durch den Siegtreffer von Orendorz und das achtbare Auftreten beim Vize-Meister in der Fuggerstadt hatten offensichtlich Lust auf mehr gemacht.

Den Geburtstag ihres Trainers und den Sieg im Straubinger Eisstadion hatte indes offenbar einige Highlander zu intensiv gefeiert. Anders war der „totale Fehlstart“ (Otters) in Augsburg nicht zu erklären, als die „Schotten“ das vierte Drittel in Folge gegen den TVA ohne Tor blieben und 0:4 zurücklagen. „Da sind wir völlig überrannt worden“, räumte Otters ein, wobei die Umstellung von der riesigen Fläche in Straubing auf den kleineren Parcours in Augsburg sicherlich auch eine Rolle spielte.

Dass ein weiteres Debakel wie im Hinspiel ausblieb, war der Moral, einem starken Goalie Mohr und einem effizienten Überzahlspiel zu verdanken. Zweimal bekam der TVA den Highlander-Atem zu spüren, zweimal – von 4:3 auf 6:3 und von 6:4 auf 8:4 – konterte die Gerstberger-Truppe trocken. „Demoralisierend“, nannte Otters diese Phasen, die Aufholjagd bedingt durch die fünfminütige Überzahl fiel nicht wuchtig genug aus.

Weiter in Gala-Form präsentierte sich Jiri Svejda. Zwei Treffer gegen Atting, drei in Augsburg – der Goalgetter drückte auch der Südtour seinen Stempel auf. Die Vorfreude der Nummer 66 schien im Vorfeld ohnehin riesig gewesen zu sein: Svejda verbrachte bereits die ganze Woche mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Katharina in einem bayerischen Wellness-Hotel, reiste aber schon am Freitag weiter nach Straubing, um das dortige Eisstadion zu inspizieren.

Auf den Torinstinkt ihres Top-Torjägers wird es für die Highlander auch beim nächsten Spiel ankommen, wenn für die Bergstädter am 11. Juli das Kreisderby beim Deutschen Meister Samurai Iserlohn ansteht.

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