Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga

Außenseiter gegen Schwergewicht

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Roy Prince heißt der aktuelle Hoffnungsträger der Highlander Lüdenscheid. Dem Niederländer gelangen in zwei Spielen sieben Tore für die Bergstädter.

Lüdenscheid – Herkules-Aufgabe für die Highlander des Lüdenscheider TV von 1861: Höchstwahrscheinlich mit einem Rumpfaufgebot empfängt der Lüdenscheider Inline-Skaterhockey-Erstligist am Samstag (18 Uhr) den so prächtig aus den Startlöchern gekommenen SHC Rockets Essen in der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums.

Auch eine Woche nach der kämpferisch tollen Vorstellung bei der 3:6-Niederlage gegen den Vize-Meister aus Köln werden die Highlander alles andere als in Bestbesetzung in das Spiel gegen die Revierstädter gehen. Neben dem weiterhin gesperrten Sturmführer Jiri Svejda und dem erkrankten Kapitän Matti Stein muss Trainer Toni Fonso jedenfalls auch auf die Bruch-Brüder Tim und André verzichten, ist Youngster Jan-Christoph Dürnhöfer zudem weiterhin noch kein Thema.

Prince der Hoffnungsträger, Fonso weiß um Essener Stärke

Auf zwei bis zweieinhalb Reihen hofft der Coach daher allenfalls. Der Hoffnungsträger der Bergstädter heißt derzeit Roy Prince: Der Niederländer traf in zwei Spielen bereits sieben Mal. Währenddessen brauchen die auch nach Ende der Eishockey-Saison eigentlich verfügbaren Robin Loecke und Mike Ortwein wegen der Umgewöhnung von Kufen auf Rollen noch Zeit. Daher stapelt Fonso heute bewusst tief. „Das Spiel müssen wir noch überstehen, dann geht die Saison für uns erst richtig los“, hofft der 50-jährige Iserlohner, personell schon bald aus dem Vollen schöpfen zu können.

„Essen ist im Moment das Nonplusultra und nicht unser Maßstab. Wenn wir verlieren, dann nur nicht zu hoch, damit wir unsere Chancen für den direkten Vergleich noch wahren können“, kalkuliert der Coach einen Misserfolg zwar durchaus ein, hofft insgeheim aber auf ähnliche Impulse wie zuletzt beim starken Gastspiel in Köln.

SHC mit perfektem Saisonstart

Positive Ansätze hat Fonso also schon gefunden in den ersten beiden Spielen dieser noch blutjungen Saison, „doch noch leben wir von Improvisation und Kampfgeist.“ Tugenden, die die Highlander zumindest auch im Heimspiel gegen die Gäste aus dem Ruhrpott noch in die Waagschale werfen können.

Mit seinen drei Siegen in den ersten drei Spielen in Duisburg und in Köln sowie zu Hause gegen Iserlohn sowie einem breit besetzten Kader hat der SHC bereits erste Duftmarken gesetzt. Der einstige Titelhamster der vergangenen Jahre schickt sich an, erstmals seit dem Titelgewinn von 2016 die Meisterschaft wieder nach Essen zu holen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. So lange Schritt halten wie möglich wird daher das Ziel der Highlander für heute zunächst einmal sein.

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