Inline-Skaterhockey

Leise Töne vor dem Prestigederby

+
In der Vorsaison noch im "Bullen-Dress", jetzt ein Highlander und möglicher Schlüsselspieler: Roy Prince (rechts). 

Lüdenscheid - AOK-Firmenlauf war gestern, heute locken wieder zahlreiche Veranstaltungen anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums die Leute bestenfalls in Scharen in die Innenstadt, geht dort doch auch die nächste Auflage der Häppchentour über die Bühne. Den Rahmen für einen sportlichen Leckerbissen aber bietet am Abend das Stadtderby in der 1. Inline-Skaterhockeyb-Bndesliga: Ab 18 Uhr empfangen die Highlander Lüdenscheid erst zum zweiten Mal überhaupt die Sauerland Steel Bulls in der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums zum Prestige-Duell schlechthin.

In dieser erst dritten Episode des Kampfes der Rivalen geht es um die Vormachtstellung in der Stadt, klar. Aber vor allem die tabellarische Konstellation dehnt den Spannungsbogen: Die Sauerland Steel Bulls gehen als Tabellenachter mit 18 Zählern aus zwölf Partien ins Derby, die Highlander als deren Neunter mit 15 Zählern aus elf Spielen. Mit Blick auf eine Play-off-Teilnahme also eine enorm wichtige Partie.

Sieht auch Highlander-Trainer Carsten Lang so: „Klar, das ist quasi ein Sechs-Punkte-Spiel für uns. Und wir wollen endlich mal wieder in den Genuss kommen, drei zu holen“, soll für die Highlander nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen die Formkurve endlich wieder nach oben gehen. „Ob das ein Derby ist oder nicht, ist mir egal – wir wollen unsere Heimspiele gewinnen“, betont Lang. Aber: „Nur, wer voll konzentriert bei der Sache ist, kann gut spielen“, fordert Lang volle Disziplin von seinen Jungs.

Die Brisanz dieses Aufeinandertreffens wird freilich einmal mehr getragen vom Namen Norbert Krauses. Der Meinerzhagener führte die Highlander einst aus der Regionalliga bis zur Vize-Meisterschaft, ehe sich im Jahr 2011 die Parteien im Groll trennten und Krause mit den Steel Bulls einen neuen Verein aus der Taufe hob. Sein Ziel: Die Wachablösung, die nach nur einer gemeinsamen Saison in der ersten Liga natürlich noch nicht gelang.

Immerhin düpierten die „Bullen“ die „Schotten“ im Vorjahr beim 9:8-Sieg. Mit zwei Treffern einer der Matchwinner für die Steel Bulls damals: Roy Prince, der wie Mirko Reinke inzwischen die Seiten gewechselt hat. Der Holländer Prince kann heute sicherlich eine ganz bedeutende Rolle spielen. Mirko Reinke dagegen ist zum Zuschauen verdammt, ihn zwingt eine Schleimbeutelverletzung zum Aus. Bitter für den Routinier. Dafür kehrt André Bruch nach überstandener Fingerverletzung ins Aufgebot der Highlander zurück.

„Zwei gleichwertige Mannschaften“, erwartet Norbert Krause derweil vom heutigen Prestige-Duell, „viel wird von der Tagesform abhängen.“ Während nicht wenige bis zur letzten Sekunde gespannt sind, welchen Überraschungsspieler der ehrgeizige Sportchef der „Bullen“ noch aus dem Hut zaubert, versichert dieser, dass wie angekündigt bis auf das Tschechen-Trio Bernad, Loskot und Sinagl keine Überraschungen zu erwarten sind. Selbst Goalgetter Lukas Fettinger, im Vorjahr ebenfalls Doppeltorschütze, ist heuer nicht dabei.

Eine stimmungsvolle Kulisse im BGL erhoffen sich beide Seiten. „Wir werden wie im letzten Jahr unseren Anteil daran haben“, kündigt Krause eine große Anhängerschar an. Obwohl Giftpfeile und kleine „Spitzen“ im Vorfeld ausblieben: Es ist alles angerichtet für ein packendes  Stadtderby.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare