Inline-Skaterhockey

Ratlos, aber selbstkritisch

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Tim Bruch und Lukas Kleinschmidt (rechts) hoffen gegen den Crefelder SC auf ein Ende der Negativserie.

Lüdenscheid – Wer die Highlander Lüdenscheid nach dem 9:22-Debakel in Duisburg schon am Tiefpunkt wähnte, wurde am Samstag bei der Derbyniederlage gegen Iserlohn eines besseren belehrt. Die „Schotten“ lieferten den nächsten sportlichen Offenbarungseid ab.

Wie also soll es weitergehen für das Fonso-Team? „Egal wie, wir brauchen die Punkte“, bekräftigt Matti Stein vor dem bevorstehenden Duell mit den Crefelder Skatingbears (Donnerstag, 16 Uhr, Sporthalle Bergstadt-Gymnasium). Doch selbst der Kapitän wirkt dieser Tage ratlos. „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist immer noch gut. Daran liegt es nicht“, gibt sich der Ur-Highlander, der gegen Iserlohn sein 222. Spiel für die Bergstädter bestritt, vielmehr selbstkritisch.

„Wir setzen die Vorgaben des Trainers nicht um, zeigen zu wenig Einsatz, zu wenig Bereitschaft. Da ist keine Körperspannung. Davon kann sich im Moment keiner rausnehmen.“ Wie sich das ändern soll? „Wir haben innerhalb der Mannschaft schon besprochen, von jetzt an erst einmal einfach zu spielen, keine Experimente mehr zu üben. Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir können“, um nochmals zu betonen: „Wir brauchen die Punkte.“

Vier Zähler beträgt bereits der Rückstand auf Rang neun. Der TV Augsburg hat dabei noch ein Spiel weniger absolviert. Zu Hause gegen Crefeld hat es im vergangenen Jahr gut ausgesehen: Dem späteren Hauptrundenmeister fügten die Highlander 2018 beim 8:2-Sieg eine der nur drei Niederlagen zu. Aber auch jetzt zählen die Skatingbears aus der Samt- und Seidenstadt als Vierter schon wieder zum festen Kreis der Play-off-Kandidaten und stellen mit nur 59 Gegentoren die beste Abwehr.

Das Hinspiel am 11. Mai verloren die Highlander nach zwei starken ersten Dritteln 7:9. Klar ist, dass sich die Bergstädter im Heimspiel  eine weitere Niederlage kaum erlauben dürfen, um den Abstand auf das rettende Ufer nicht noch größer werden zu lassen.

Viele Fragezeichen also bei den „Schotten“ – auch in personeller Hinsicht. Roy Prince und Tim Bruch fehlen wahrscheinlich berufsbedingt, und auch Goalgetter Jiri Svejda wird angesichts einer frischen Schnittverletzung an der Hand kein Risiko eingehen wollen.

Unterdessen wird Kevin Orendorz aller Voraussicht nach weder heute noch am Samstag beim Gastspiel in Essen für die Highlander seinen Einstand geben können. Zwar sind die letzten Formalitäten zwischen den Bergstädtern und dem abgebenden Verein Samurai Iserlohn geklärt, allerdings lag bis gestern der Spielerpass noch nicht vor, aus dem auch erst ersichtlich ist, wann der ehemalige DEL-Profi für die „Schotten“ erstmals spielberechtigt ist.

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