HSV Werdohl baut gegen Recklinghausen auf die Fans

+
Oliver de Liello (hier im Spiel gegen die HSE Hamm) hat mit Problemen am Fuß zu kämpfen. Er wird sich aber, so wie die anderen angeschlagenen Spieler auch, in den Dienst der Mannschaft stellen und versuchen, die PSV in die Knie zu zwingen.

WERDOHL - In nomineller BestBesetzung – Nils Scheuermann noch ausgenommen – erwartet die HSV Werdohl/Versetal am Samstagabend (Anwurf: 19 Uhr) die PSV Recklinghausen am Riesei. Allerdings sind Lohmann (Trainingsrückstand), de Liello (Verletzung am Zeh) und Lengelsen (Schulterprobleme) nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

„Dann müssen wir halt das Messer zwischen die Zähne nehmen und uns durchbeißen“, sagt Trainer Kai Henning, dem deutlich anzumerken ist, dass er gegen die Polizisten punkten will.

„Bei der PSV steht und fällt vieles mit der Personalie Thomas Brannekämper. Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel unseres Gegners“, weiß der HSV-Coach zu berichten. Aktuelle Eindrücke konnte Henning aber nicht sammeln, „die PSV spielt häufig zeitgleich zu unseren Spielen“, erklärt er. Spielbeobachtungen hin oder her, Henning ist überzeugt, dass Recklinghausen leistungsmäßig auf Augenhöhe mit der HSV liegen müsste – deutlich dichter als es zuletzt Hattingen, Oberaden oder die HSE Hamm waren.

„Ich möchte die Gelegenheit nutzen, an unsere Fans zu appellieren, die uns in den letzten Jahren ein treuer achter Mann waren. Wir brauchen eure Unterstützung – mehr denn je“, ruft Henning die Anhängerschaft auf, wieder verstärkt zum Riesei zu kommen. Der Grund liegt auf der Hand: Die HSV war und ist eine Mannschaft, die von Emotionen lebt. Und es ist ein Geben und Nehmen zwischen Team und Publikum. Dieses Zusammenspiel, das im Rahmen des Saisonstarts ein wenig ins Stocken geraten war, möchte Henning am Samstagabend wiederbeleben. Und seine HSV soll ihren Teil zu einer tollen Stimmung in der Halle beitragen. „Es muss kein sportlicher Leckerbissen werden. Der Weg zu den Punkten ist mir herzlich egal“, stimmt der HSV-Coach seine Sieben und die Fans auf 60 Minuten harte Arbeit und voller Einsatzbereitschaft ein.

Das bisherige Auftaktprogramm – mit Ausnahme der Borussen aus Höchsten – hielt alle Topfavoriten im Kampf um die Meisterschaft parat. Weil die HSV mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen hatte, waren die Ergbnisse selbst in dieser Deutlichkeit keine Überraschung. Die Lage hat sich aber leicht entschärft, auch wenn Henning davon ausgeht, dass ihm erst nach der Herbstpause wieder ein Kader mit der gewohnten Ausgeglichenheit und Durchschlagskraft zur Verfügung steht. Er sieht Licht im Tunnel, beschreibt Henning seine Eindrücke.

Selbst Nils Scheuermann, der den Krebs offensichtlich besiegt hat, könnte bereits im November wieder ein Trikot überstreifen. „Für ihn und uns wäre das natürlich wunderbar“, blickt der HSV-Coach optimistisch nach vorn.

von Markus Jentzsch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare