HSV Werdohl will gegen die Wundertüte punkten

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Die Chancen für die HSV, diesmal in Ferndorf zu punkten, sind höher als in der Vorsaison einzustufen.

WERDOHL - Als Wundertüte bezeichnet HSV-Trainer Kai Henning die Zweitvertretung des TuS Ferndorf, mit der es seine Mannschaft Sonntagnachmittag ab 17 Uhr in Kreuztal zu tun bekommt. Das liegt daran, dass die Gegner des TuS nie genau wissen, welche Verstärkungen aus der Ersten, der A-Jugend oder sogar der dritten Mannschaft zum Kader stoßen.

Deshalb beschäftigt sich Henning weniger mit dem Gegner, sondern vielmehr mit dem eigenen Team. „Wir haben das Spiel gegen die PSV Recklinghausen ebenso sachlich wie konstruktiv besprochen. Dabei sind die Spieler und wir als Trainergespann selbstkritisch genug, um die Lage objektiv zu bewerten“, gibt der HSV-Trainer die Ergebnisse der internen Analyse wieder.

Ziel der Reise ins Siegerland ist nicht nur Kreuztal an sich, die HSV peilt auch etwas Zählbares an. Selbst wenn die Hausherren mit Patrick Bettig und Julian Schneider erstklassige Leute aus der Drittliga-Mannschaft aufbieten, stellt sich die Frage, mit welchem Substanzverlust die doppelt belasteten Youngster zu kämpfen haben.

Bettig ist bisher ohnehin eher selten zum Aufgebot von Reserve-Trainer Michael Lerscht gestoßen, und der Linkshänder Lucas Schneider, der der HSV in der zurückliegenden Spielzeit das Leben so schwer gemacht hatte, läuft mittlerweile für die Zweite von GWD Minden auf.

„Es ist immer noch eine starke Mannschaft, die gallig ist und mit viel Tempo spielt, aber qualitativ vielleicht nicht ganz so stark wie bei unserem letzten Gastspiel in Ferndorf“, meint Henning, dessen Personalsituation vor dem letzten Spiel vor der Herbstpause immer noch nicht rosig ist. Denn Markus Bluhm wird aufgrund einer Zerrung für zwei bis vier Wochen pausieren müssen. Dafür befinden sich Sebastian Lohmann und Michel Lengelsen im Aufwärtstrend.

Ferndorf hat bisher zwei Heimspiele absolviert und beide gewonnen – gegen Westerholt und den ASV Hamm II. Zuletzt beim HSC Eintracht Recklinghausen, den Lerscht zu den Top-Teams der Liga zählt, unterlag der TuS nur knapp mit einem Treffer. Lerscht war zufrieden und ist überzeugt, dass sein Team nicht in den Ligakeller abrutschen wird.

HSV: Meckel, Griessl – van der Hurk, Lohmann, Lengelsen, de Liello, Lakic, Gurol, Scheerer, Burzlaff, Fischer, Bardischewski, Gadomski

von Markus Jentzsch

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