Tennis

Von Vorfreude und Auflagen

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Fehlt zum Saisonauftakt im Stadtpark-Team: Kapitän Lennart Fastabend.

Lüdenscheid – Wenn am Sonntag für den Lüdenscheider Tennis-Verein von 1899 die Saison 2020 in der Herren-Verbandsliga mit einem Auswärtsspiel beim Dorstener TC beginnt, dann ist es natürlich keine Saison wie jede andere. Die Corona-Pandemie verlangt nämlich ein besonderes Hygiene-Konzept, dazu gibt es sportlich zwar Aufsteiger, aber keine Absteiger. Weil der Traditionsverein TC Eintracht Dortmund zudem auf einen Start verzichtet, sind nur sieben statt acht Teams in der Staffel mit Lüdenscheider Beteiligung.

Die Vorfreude beim LTV 99 „Am Stadtpark“ ist gleichwohl groß auf die sechs Partien vor und nach den Sommerferien in einer späten, geteilten Saison, wie Teamkapitän Lennart Fastabend im Gespräch mit Sportredakteur Thomas Machatzke unterstreicht.

Lennart Fastabend, die Corona-Pandemie hat die Saison 2020 zu einer Übergangssaison gemacht. Ändern sich dadurch auch die personellen Planungen beim LTV 99?

Zunächst einmal sind wir alle sehr froh, dass die Spielzeit nun losgeht und freuen uns einfach auf diese Spiele, die wir einfach genießen wollen. Sportlich ist der Druck natürlich nicht so da. Im Normalfall hätten wir sicherlich zu den Mannschaften gezählt, die von Anfang an um den Klassenerhalt gekämpft hätten. Wir wären wohl ein möglicher Absteiger gewesen, hätten als Neuling mit unserem jungen Team jedenfalls um den Erhalt der Klasse kämpfen müssen.

Was bedeutet dies personell?

Wir wollen mit unseren Klubspielern die Saison angehen, sind gut und breit aufgestellt. Rogier Wassen wird nun doch nicht zum Einsatz kommen, sondern nur in Dortmund bei den Herren 40 spielen. Dino Jablonski wird zwei Begegnungen für uns bestreiten neben seinen Einsätzen in Dortmund. Auf unseren Niederländer Kevin Noordermeer werden wir nicht zurückgreifen.

Ansonsten sind alle Mann an Bord zum Start in Dorsten?

Nein, ich selbst werde aufgrund einer Hochzeitsfeier fehlen. Aber die Mannschaft ist gut aufgestellt. Vorne spielen wir mit Jimmy Reinsch, Moritz Pieper und Ben Pfeiffer, dahinter mit Florian Wallmeier, unserem weiteren Neuzugang Dennis Dutiné und Gustav Meyer.

Ihr Bruder Ludger ist auch noch nicht wieder dabei?

Bei Ludger ist es eine ähnliche Handverletzung wie in der vergangenen Saison bei Sascha Schiepek. Ich denke, dass beide in dieser Saison eher nicht zum Einsatz kommen werden. Aber wir haben ja unsere jungen Spieler, die im Stützpunkt trainieren und immer besser werden. Das passt schon. 

Könnte man sagen, dass die sportliche Konstellation ideal ist für den LTV 99, um so dieses junge Team nach dem Aufstieg ans Verbandsliga-Niveau heranzuführen?

Ja, das ist durchaus richtig so. In einem Jahr sind Jimmy, Moritz und Dennis noch wieder einen großen Schritt weiter. Ben hat auch wieder große Fortschritte gemacht. Und in diesem Jahr können wir einfach die Spiele genießen und lernen.

Wer sind für Sie die Favoriten in der Verbandsliga? 

Nominell sind die 2. Mannschaften aus Versmold und Bielefeld sicherlich sehr stark besetzt. Aber man muss abwarten, wer am Ende tatsächlich spielen wird. Wie wir werden sicher auch andere Vereine überlegen, wie häufig Spieler aus dem Ausland eingesetzt werden. Das ist schwer einzuschätzen.

Die Saison steht auch im Zeichen der strengen Auflagen durch das Hygienekonzept. Ist das auch für den LTV 99 ein Problem?

Nein, das ist alles sicherlich machbar. Dadurch, dass wir eine Vereins-Gastronomie haben und das Klubhaus nicht selbst bewirtschaften, kann es sogar sein, dass man vielleicht trotzdem nach dem Spiel – an getrennten Tischen – zusammen essen darf. Wenn das bei Auswärtsspielen nicht so ist und wir direkt nach dem Spiel abreisen müssen, dann ist das halt so. 100 Zuschauer dürfen nach den Auflagen auf die Anlage – wenn die tatsächlich da wären, wären wir froh. So viele sind es ja eigentlich meistens nicht. Und am Ende eines Matches auf den Handschlag zu verzichten, das ist sicher auch kein Problem. Wir freuen uns trotz der Auflagen auf diese Saison!

Lennart Fastabend, vielen Dank für das Gespräch.

Heimspiele für die Seniorenteams

Außer den Herren des LTV 99 starten zwei weitere heimische Mannschaften auf Verbandsebene, allerdings im Seniorenbereich und beide bereits am Samstag mit Heimspielen.

Die Herren 30 des TC Halver treffen in ihrer Fünfer-Verbandsligagruppe zunächst auf STK 07 Arnsberg (13 Uhr, Anlage Rieker Grund).

Die Herren 60 von TuRa Eggenscheid erwarten zum Auftakt einer Siebener-Liga in der Übergangssaison ohne Absteiger zur gleichen Zeit am Dickenberg die Vertretung des TC Menden.  

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