Es weht wieder Derbyluft am Honsel

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Zuletzt in Attendorn (hier gegen Bably) trotz Gegentorflut ganz starker Abwehrchef, könnte Baris Moumin als spielender Co-Trainer wieder ins Hellas-Mittelfeld nach vorn rücken.

Lüdenscheid -  Und wieder Derbyzeit am Honsel: 14 Tage nach dem 3:7 des designierten Bezirksliga-Absteigers SV Hellas Lüdenscheid gegen den Stadtnachbarn Rot-Weiß erwarten die Hellenen am Sonntag diesmal (15 Uhr) den Sport-Club Lüdenscheid zum Stadtduell auf dem Kunstrasen.

Von Jörg Hellwig

Ein Derby, in das der Gast natürlich als Favorit geht, aber gewarnt ist. Gewarnt durch die starke kämpferische Vorstellung der Griechen im Duell mit RWL, die der SC ähnlich entschlossen erwartet. „Die werden sich gewiss noch einmal richtig reinhauen“, ist SCL-Trainer Mike Wohlpart sicher. Derbystimmung sollte also garantiert sein, wobei sich die Protagonisten diesmal durchaus aber die „Mutter aller Derbys“ im Revier vom Dienstag als Vorbild nehmen dürfen: Bei allem Ehrgeiz mit Ruhe und Disziplin auf und neben dem Platz.

Vor allem natürlich die Gastgeber, und das sieht auch Trainer Niko Lagoudakis so. Er hofft auf eine sportlich faire Abschiedstournee aus der Liga und möchte nach Möglichkeit in der kommenden Saison auch den Hellas-Neuaufbau im Kreisoberhaus als Coach begleiten. Verschenken werden die Hausherren aber gerade die Heimzähler auf keinen Fall und der Trainer ist sicher, dass er am Sonntag wieder eine besser bestückte Mannschaft als beim 0:12-Debakel bei Titelkandidat SV Attendorn zur Verfügung hat.

Zumindest Toni Liakopoulos – in der Hansestadt trotz Gegentorflut blendend vertreten vom spielenden Co-Trainer Baris Moumin – wird nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre ebenso wieder zur Verfügung stehen wie Georgios Kordelidis und Vassilios Tsavos.

Urlaubsrückkehrer Victor Sintschew muss allerdings studienbedingt passen, Savas Moumin wohl krankheitsbedingt. Ausfallen werden neben den gesperrten Vasiliadis und Aliu – der unter Lagoudakis’ Leitung nicht mehr im Hellas-Trikot auflaufen wird – auch die verletzten Mounir El Mabtoul und Evrim Kut. „Der Druck liegt beim SC“, sieht sich Lagoudakis in komfortabler Lage.

Beim SC ist Trainer Mike Wohlpart immer noch geschockt ob der desolaten Vorstellung seiner Truppe gegen Freudenberg. „Da hat nichts an den Auswärtssieg von Weißtal erinnert. Körpersprache, Einsatzwille und Disziplin – alles hat gefehlt“, ärgert er sich und erwartet von seinen Kickern im Stadtduell („Da hat’s der Trainer leicht, muss sicher Niemanden motivieren...“) eine „ganz deutliche Steigerung“ und drei Punkte. Gegenüber der Vorwoche steht ihm mit Siegesmund, Eick und Kolodziej ein Trio wieder zur Verfügung, dafür fehlen Sebastian Klein und Schreyer (verletzt).

SV Hellas: Vlassakidis (?), Martyniok – R. Inchingoli (?), Liakopoulos, Kordelidis, Tsavos, Sahin, Papadopoulos, Kiriakidis, Lisiewicz, Kafetzis, Nitka, S. Moumin

SCL: Goldbach (?), Brongkoll – Schulte, Wolf, Kolodziej, Ma. Dolezych, Der, Do. Schwenck, Mi. Dolezych, Da. Schwenck, P. Kürschner, Siegesmund, Lange, Eick, König, Gawron, Krieger

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