Fußball einmal gegen die ganz großen Namen

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Die E-Junioren des SV Hellas Lüdenscheid und ihr Trainer Georgios Tsitiridis fiebern mit freudiger Erwartung dem Internationalen Turnier in Solingen entgegen.

Solingen -  Juventus Turin, PSV Eindhoven, Slavia Prag, Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und Hertha BSC: Was sich liest wie ein kleines „Who’s Who“ des europäischen Fußball-Adels ist nur ein Auszug von Gegnern, auf den die erfolgsgewohnten E-Junioren des SV Hellas Lüdenscheid am Wochenende treffen.

Von Jörg Hellwig

Der komplette Jungjahrgang aus der Bergstadt hat sich nämlich am vergangenen Wochenende in Unna für die Teilnahme am „Internationalen LED LENSER Herbstcup 2014“ für U 10-Junioren qualifiziert, bei dem am Samstag und Sonntag 40 Mannschaften um den Turniersieg kämpfen. Für das vom Nachfolgeklub des Ex-Zweitligisten Union Solingen, dem BSC Union, auf dem Sportgelände der Jahnkampfbahn in der Klingenstadt ausgerichtete Turnier hatten sich neben per „wild cards“ gesetzten Teams auch Team von „kleineren“ Vereinen über den Weg von Qualifikationsturnieren einen Startplatz sichern können. Und dazu gehören in diesem Jahr auch die Nachwuchskicker des SV Hellas als „Dominator“ des Fußball-Kreises Lüdenscheid im F-Juniorenvergleich.

Drei Spielzeiten ohne Pflichtspielniederlage

Fast drei Jahre lang war das aus dem LTV 61 hervorgegangene Team des ungemein engagierten Erfolgstrainers Georgios „Jorgo“ Tsitiridis in Pflichtspielen ungeschlagen, ehe es zu Beginn dieser Saison gegen den Altjahrgang des Nachbarn Rot-Weiß Lüdenscheid wieder eine Niederlage setzte.

Ungeschoren kamen die Jungkicker der Hellenen dann auch nicht durch das Qualifikationsturnier, starteten bei der Veranstaltung des Königsborner SV sogar mit zwei unglücklichen 0:1-Niederlagen in Turnier. Daraufhin baute Tsitiridis sein Team um, setzte auf bedingungslose Offensive und wurde mit zwei hohen Siegen für den Schachzug belohnt, der ihnen über die Tordifferenz noch hauchdünn den Halbfinaleinzug sicherte.

In der Vorschlussrunde bezwangen die Hellenen dann Gastgeber Königsborner SV souverän mit 3:1 und standen im Finale. Und weil dem Lüdenscheider Nachwuchs da mit dem Altjahrgang der E-Junioren von Viktoria Köln eine bereits für das Endturnier in Solingen qualifizierte Truppe gegenüberstand, war Hellas bereits vor dem Anstoß als „Nachrücker“ für das Solinger Turnier qualifiziert. Also fiel nicht mehr entscheidend ins Gewicht, dass das Finale mit 0:1 verloren ging.

Wieder nur knapp, wieder ein Indiz für das große Potenzial, dass in der Hellas-Truppe der Jahrgänge 2005 und 2006 steckt, die an den ersten Niederlagen nach vielen Monaten keineswegs zerbrechen, „sondern aus jedem Spiel lernen“, wie „Jorgo“ Tsitiridis nicht ohne Stolz bemerkt.

In den Gruppenspielen gegen Juve und Schalke

Lernen wollen die Hellas-Nachwuchskicker auch am Samstag und Sonntag in Solingen in den Spielen der Vorrundengruppe 4. Gespielt wird auf vier Spielfeldern (zwei Kunstrasen-Kleinspielfelder, zwei aus Naturrasen). In ihrer Vorrunde treffen die Lüdenscheider auf sieben Konkurrenten, und zwar:

FC Bergheim (Samstag, 13.35) Platz 1

Juventus Turin (Samstag, 14.15) Platz 2

SSV Bergisch Born (Samstag, 15.35) Platz 1

Hannover 96 (Samstag, 16.15) Platz 1

ATC Hengelo, Niederlande (Sa., 17.15) Platz 4

Union Solingen (Sonntag, 9.20) Platz 1

FC Schalke 04 (Sonntag, 11.20) Platz 1

Die drei Gruppenersten der fünf Vorrundengruppen und der nach Punkten und Toren beste Viertplatzierte der Vorrunde qualifizieren sich für das Achtelfinale, das ab 12.20 Uhr im K.o.-System beginnt. Ausgespielt werden alle 16 ersten Plätze, gegen 15.15 Uhr soll der Turniersieger ermittelt sein.

Zwar haben die Nachwuchskicker der Hellenen nicht unbedingt große Hoffnungen, gegen diese ausgewiesen starke Vorrunden-Konkurrenz die K.o-Runde am Sonntagnachmittag zu erreichen, aber augenzwinkernd hat Trainer „Jorgo“ Tsitiridis als eingefleischter Fan von PAOK Saloniki und Borussia Dortmund doch ein Ziel vorgegeben: „Es wäre ja schön, wenn wir im letzten Vorrundenspiel den Schalkern in die Suppe spucken könnten . . .“

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