Fußball

Bezirksliga-Quartett will punkten

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Neuenrades Emirjon Avdia (rechts) hofft auf eine ähnlich starke Vorstellung wie gegen Voßwinkel, als ihm zwei Tore gelangen.

Kreisgebiet - Am dritten Spieltag der Fußball-Bezirksligen hofft das Quartett aus dem Fußball-Kreis Lüdenscheid in drei Staffeln auf eine reiche Punktausbeute: Neuling Neuenrade tritt in der Staffel 4 in Freienohl an, in der Staffel 5 ist der Kiersper SC beim SV Attendorn zu Gast. Heimspiele haben KSC-Staffelrivale TuS Plettenberg (gegen den TSV Weißtal) und RW Lüdenscheid (Staffel 6) gegen den SSV hagen vor der Brust.  

TuRa Freienohl - TuS Neuenrade (Sonntag, 15 Uhr, Küppelkampfbahn): Cheftrainer Abi Ouhbi ist aus dem Urlaub zurückgekehrt, war unter der Woche gleich wieder als Trainer bei der Fußballschule des TuS Neuenrade involviert. Mit Freude hat er zur Kenntnis genommen, dass das Bezirksligateam während seiner Abwesenheit mit einem 5:0 im Aufsteigerduell gegen den TuS Voßwinkel das 1:7 in Leiberg vergessen gemacht hat. Mit diesem Erfolg im Rücken geht es selbstbewusst auf den Naturrasen, weshalb der TuS gestern noch eine Einheit am Kiersper Felderhof einlegte, da das Werdohler Riesei-Stadion aufgrund Pilzbefalls gesperrt ist.

Ouhbi: Training auf Naturrasen

„Das ist für uns natürlich ein gewöhnungsbedürftiger Untergrund, soll und kann aber keine Ausrede sein. Das Stimmungsbarometer bei den Jungs ist nach dem Sieg naturgemäß spürbar gestiegen, und jetzt gilt es, natürlich nicht solch ein Ergebnis, aber diese Leistung konstant abzurufen. Und wenn dann am Sonntag bei einem uns gänzlich unbekannten Gegner etwas Zählbares herausspringen sollte, sind wir alle zufrieden“, so Ouhbi, dessen Zuversicht auch darin begründet ist, dass sich der Kader quasi von Tag zu Tag füllt und auch der Fitnesszustand der Späteinsteiger immer besser wird. Sorgen bereitet indes die Torhüterposition: Nach Danis und Almasri (langzeitverletzt) hat sich jetzt Duru für zwei Wochen verabschiedet (Urlaub), sodass alle Verantwortung auf Thiele lastet.

SV Attendorn - Kiersper SC (Sonntag, 15.30 Uhr, Hansa-Stadion):  Zwei Pflichtspiele, zwei Siege, noch kein Gegentor: Auch wenn die Saison 2019/20 noch recht frisch daherkommt, liegt der Kiersper SC bis dato auf Kurs, sieht sich aber vor einer schwierigen Aufgabe: „Attendorn hat den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben, das traue ich der Mannschaft zu“, sagt KSC-Coach Marco Carbotta vor der Fahrt in die Hansestadt und lässt sich auch vom 4:4-Auftaktremis der Litter-Elf am ersten Spieltag gegen den SC LWL 05 nicht blenden.

KSC: Starke Trainingsbeteiligung

 „Attendorn ist klarer Favorit, was nicht heißt, dass wir dieses Spiel abschenken werden“, kündigt der Trainer eine selbstbewusste KSC-Elf an.  Denn die aktuellen Übungseinheiten gefallen dem Coach gut bis sehr gut. „Wir trainieren seit Wochen mit 17 bis 19 Mann, das ist absolut positiv“, lobt Carbotta das Engagement seines Teams, das in Attendorn nahezu komplett antreten wird.

TuS Plettenberg - TSV Weißtal (Sonntag (15.30 Uhr, Lennestadion):  Das Pokalintermezzo hat mit dem 4:0-Sieg bei Hellas Lüdenscheid ein erstes Erfolgserlebnis gebracht, großen Rückenwind für die Partie gegen Titel-Mitfavorit Weißtal dürfte das wenig aussagekräftige Duell für die im Punktspielbetrieb noch sieglosen Vier-Täler-Städter freilich nicht bringen. Immerhin kommen die Siegerländer bislang ungerupft nach Böddinghausen.

Michailidis will das Maximale

„Wir sind Außenseiter, haben dadurch aber hoffentlich eine höhere Motivation, eine bessere Einstellung und sind noch konzentrierter“, sieht TuS-Trainer Kosta Michailidis seine Mannschaft gar nicht einmal so ungern in der Rolle des Underdogs und peilt dennoch „das Maximale“, sprich drei Zähler für die Plettenberger an.

 „Wir hätten vier Punkte haben können, zwei hätten wir haben müssen“, sagt er rückblickend auf die beiden vermeidbaren Niederlagen gegen den Kiersper SC und bei der SpVgg Neunkirchen. Zeit, gerade die jungen Spieler an das Bezirksliganiveau zu gewöhnen, hat der Coach, haben die Spieler, nicht: „Sie können sich nicht langsam entwickeln und das Gefühl für die Gegner bekommen, sondern müssen gleich von Null auf Hundert.“ Doch die Youngster stellen sich dieser Reifeprüfung, bewertet Michailidis die bisherigen Leistungen der Suerbier, Yücel, Ramm und Co. als positiv.

RW Lüdenscheid - SSV Hagen (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen):   Die Zeichen stehen ohne wenn und aber auf Sieg: Nach zwei (unnötigen) Unentschieden zum Saisonauftakt nimmt der Druck auf die ambitionierten Rot-Weißen schon zum zweiten Heimspiel gewaltig zu: Will RWL nicht noch weiter an Boden verlieren, ist der Dreier unabdingbar.

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