Roosters starten in die heiße Saisonphase

+
Die Iserlohn Roosters wollen gegen Augsburg einen weiteren großen Sprung in Richtung Playoff-Viertelfinale machen.

Iserlohn - Acht Spiele in 17 Tagen werden entscheiden, wie sieben lange Monate in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) final zu beurteilen sind. Wenn die Iserlohn Roosters, die nach der Nationalmannschaftspause am Freitagabend (19.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) die Augsburger Panther empfangen, nach dem letzten Heimspiel der DEL-Hauptrunde am 6. März auf die Tabelle schauen werden, könnte der Jubel groß, verhalten oder – rein rechnerisch – auch absolut minimalistisch ausfallen. Alles ist möglich.

Mit 76 Zählern liegen die Sauerländer derzeit auf Tabellenplatz vier, hätten nicht nur direkt das Playoff-Viertelfinale erreicht, sondern dort auch noch Heimrecht. „Nur“ vier Punkte trennen die Kufencracks vom Seilersee von der Tabellenspitze, zehn sind es auf Rang sieben und einem Heimrecht in den Pre-Playoffs. 15 Zähler Vorsprung haben die Blau-Weißen sogar auf Rang elf, der nach der Hauptrunde das Saisonende bedeutet, und auf den Gast aus Augsburg auf Rang zwölf.

Jari Pasanen will davon nichts hören, sagt, er wisse gar nicht, wo seine Mannschaft in der Tabelle stehe. „Das Schauen auf Tabellenplatz eins hat uns nicht geholfen. Der Blick nach unten wird es genauso wenig tun. Also ist es nur wichtig, von Spiel zu Spiel zu schauen, unsere beste Leistung in jedem einzelnen Spiel abzurufen“, sagt der Roosters-Cheftrainer.

Vor dem Hauptrunden-Endspurt kam die kurze Saisonpause für die Roosters, die zuletzt gegen Straubing ihre kleine Negativserie beendeten, vermutlich genau zur richtigen Zeit. „Mental sollten die Jungs jedenfalls wieder voll da sein. Die Tage ohne die Mannschaftskollegen, die Fokussierung auf das nächste Spiel und die Kabinenluft haben geholfen, die Köpfe wieder frei zu bekommen und die Akkus aufzuladen“, meint Teamarzt Jochen Veit.

Die Blessuren bei dem einen oder anderen Crack sind inzwischen auskuriert. Das gilt auch für Brodie Dupont und Chris Connolly. „Chris hat in der Pause hart gearbeitet, sagte mir vor ein paar Tagen, dass sein Knie jetzt endlich wieder die Stabilität habe, die er sich erhofft hat. Das gilt auch für die Schulter von Brodie Dupont“, betont Jari Pasanen. Auch Zach Hamill hat konditionell aufgeholt. Dennoch wird er, gemeinsam mit Denis Shevyrin, zunächst auf die Tribüne müssen. Letztgenannter hat noch immer Probleme mit seinem linken Auge. Im Tor setzt Jari Pasanen in Spiel eins nach der Pause auf Mathias Lange.

Taktisch hat der Coach Anpassungen vorgenommen, zum Beispiel der Mannschaft ein weiteres Forechecking-System mit auf den Weg gegeben. „Wir haben die Anpassungen gemacht, die uns helfen sollen, Alternativen kreieren zu können“, so der Finne. Das erwartet er übrigens auch von den Panthern: „Auch hier wird es ein, zwei Überraschungen geben.“

Am Sonntag setzen die Roosters ihr bayerisches Wochenende fort, sind dann ab 16.30 Uhr zu Gast bei den „Roten Bullen“ in München um den Ex-Iserlohner Michael Wolf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare