Nur müde Beine bei den Sauerländern

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Nach zuletzt sieben Heimsiegen in Folge mussten sich Ryan Button und die Roosters gestern Abend erstmals wieder geschlagen geben.

Iserlohn -   Die Heimserie der Iserlohn Roosters ist zu Ende. Müde Beine verhinderten am Seilersee beim 2:3 (0:2, 1:1, 1:0) einen Sieg gegen die Straubing Tigers. Aufopferungsvoll kämpfte sich die Mannschaft zwar gleich zwei Mal zurück in ein Match, das man am Ende aber doch nicht für sich entscheiden konnte.

Von Mirko Heintz

Zu zurückhaltend, fast abwartend, was da auf sie zukommen könnte, starteten die Blau-Weißen gegen den Tabellenletzten, der nach seinen letzten Erfolgen mutig in das Auswärtsdrittel ging und anfangs dafür belohnt wurde. Nach 20 Minuten führten die Gäste mit 2:0. Erst hatte sich Röthke vor dem Kasten Langes einen Rebound geangelt und im Tor der Roosters versenkt (4.). Treffer zwei der Niederbayern fiel im Powerplay, als Down wunderschön am Außenrand des rechten Bullykreises angespielt und mit einem fulminanten Schlagschuss die Scheibe ins Tor hämmerte (17.). Dazwischen lagen auch gute Aktionen der Sauerländer, die aber insgesamt nie den Druck aufbauen konnten, der nötig schien. Maceks Schuss im einzigen Powerplay, von Strahlmeier mit letzter Kraft gehalten, war die beste Gelegenheit der Sauerländer in den ersten 20 Minuten.

Sehr gut der Beginn im Mittelabschnitt. Trainer Jari Pasanen hatte die richtigen Worte gefunden, seine Mannschaft angespornt, die wie die Feuerwehr startete, aber die Scheibe nicht über die Linie brachte. Blank und York im Powerplay hatten hervorragende Möglichkeiten, Raedeke traf im nächsten Powerplay nur Metall, aber zwischen die Pfosten wollte die Scheibe nicht gehen. Das änderte sich erst durch den beherzten Einsatz von Chad Bassen, der sich gegen seine Ex-Mannschaft per Alleingang durch die Defensive tankte und den Puck an Strahlmeier vorbei in die Maschen legte – ein hoch verdienter Anschlusstreffer (35.). Aber Straubing schlug zurück, Reed verbuchte mit der zweiten Chancen im Mitteldrittel das 3:1 (37.).

Aber es blieben noch 20 Minuten Zeit. Chance auf Chance brachten die Blau-Weißen in den ersten Minuten des Schlussdrittels auf den Kasten der Tigers und hatten nach 3:28 Minuten die erste zündende Idee. Kurzpass von Macek im Slot auf Foster – 2:3. Der Anschlusstreffer war da. Auch in den folgenden Minuten waren die Sauerländer, die schon im Mittelabschnitt auf drei Reihen umgestellt hatten, die klar bessere Mannschaft, Straubing aber warf sich in jeden Angriff und verhinderte trotz hervorragender Chancen durch Wruck, Petersen und Blank den Ausgleich. Als Yeo wegen Haltens 2:28 Minuten vor Ende noch einmal auf die Strafbank musste, hatten die Roosters die Chancen sogar in doppelter Überzahl, Lange ging vom Eis, doch der Ausgleich wolte nicht mehr fallen

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée; Orendorz, Teubert – York, Wruck, Petersen;Raedeke, Friedrich, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Button, Kahle

Tigers: Strahlmeier – Yeo, Osterloh; Kramer, Canzanello; Sturm, Dotzler, Gödtel – Meunier, Stewart, Wörle; Brandl, Röthke; Down; Gomes, Reed, Schönberger; Wiederer, Trelle, Loibl

Schiedsrichter: Hunnius (Berlin), Piechaczek (Finning)

Tore: 0:1 (03:47) Röthke (Down, Brandl), 0:2 (16:10) Down (Canzanello, Brandl/5:4), 1:2 (34:14) Bassen (Lavallée, Button), 1:3 (36:04) Reed (Schönberger, Treille), 2:3 (43:28) Wruck (Macek)

Strafen: Roosters: 8; Tigers: 12

Zuschauer: 4401

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