Heimische Sportler am Sonntag Ironman in Frankfurt

Die äußeren Bedingungen werden Frank Lachnitt, Markus Gärtner und Frank Holzmann am Sonntag alles abverlangen. Die drei Herscheider nehmen am Ironman in der Mainmetropole Frankfurt teil. -  Foto: Halbhuber

Lüdenscheid - 5000 Kilometer Radfahren, 2000 Kilometer Laufen und 300 Kilometer Schwimmen: Der Triathlet Frank Holzmann hat in den vergangenen elf Monaten einiges auf sich genommen, um am kommenden Sonntag topfit zu sein. Gemeinsam mit Markus Gärtner und Frank Lachnitt aus Herscheid wird er am Ironman in Frankfurt teilnehmen. Als weiterer heimischer Starter geht Andreas Sicken vom RC Lüdenscheid in der Altersklasse M50 an den Start.

„Seit August bin ich im intensiven Training“, so Holzmann. Ohne gravierende Verletzungen überstand er die Trainingszeit und zeigte auch zuletzt in der Verbandsliga und bei seinem Sieg beim Dortmunder Westfalentriathlon, dass er sich in Hochform befindet. Trotz der positiven Ergebnisse, der Fitness und den Trainingsleistungen, hat Holzmann aber noch Bauchschmerzen, ob der Wettervorhersagen für Sonntag: Für die Mainmetropole sind 37 Grad im Schatten gemeldet. „Ich bin absolut kein Hitzeathlet und mache mir schon so meine Gedanken, wie ich den Tag über die Runden bringe“, so Holzmann mit zweifelnden Blicken. „Wenn es gut läuft, schafft er es, die Zehn-Stunden-Marke zu unterbieten“, lautet die Prognose von Markus Gärtner, der in Frankfurt den ganz großen Wurf plant. Mit Unterstützung eines Profi-Triathleten bereiteten sich die drei Herscheider gemeinsam auf die Langdistanz vor.

Gärtner hat dabei den leichten Vorteil, in einer etwas kleineren Gruppe, um 6.50 Uhr, zu starten. Holzmann und Lachnitt durchschwimmen währenddessen mit 2500 anderen Startern den Langener Waldsee. Aber auch für Gärtner gab es in den letzten Tagen noch schlechte Nachrichten. „Wir sind beim Trainingsstart davon ausgegangen, dass ich in meiner Altersklasse unter die besten 18 kommen muss. Dafür hätte eine Zeit von 9:30 Stunden ausgereicht. Da es aber mittlerweile weltweit mehrere Qualifikationsrennen gibt, hat man die Anzahl derer, die sich in Frankfurt in meiner Altersklasse für Hawaii qualifizieren müssen, auf zehn gesenkt“, so der Fitnesstrainer. Der Ausdauersportler muss daher allein in seiner Klasse 504 Triathleten hinter sich lassen. Ob auch hier eine Zeit von 9:30 Stunden ausreicht, konnte Gärtner nicht beurteilen. „Die Bedingungen in Frankfurt werden extrem sein. Wenn wir ganz viel Pech haben, ist der Waldsee so warm, dass wir nicht in Neoprenanzügen schwimmen dürfen. Das kostet auch wieder Zeit, da die Anzüge schon ein wenig schneller machen“, gesteht Markus Gärtner ein. Hinzu kommt, dass die abschließende Marathonstrecke über 42,195 Kilometer – nach den 178 Kilometern auf dem Rad – über vier Runden an der Mainpromenade, sehr stadtnah verläuft. In den Nachmittagsstunden koche dort der Asphalt. Eine gute Renneinteilung setzte somit den Erfolg voraus. Daher machen sich die drei Athleten wenige Tage vor der Abreise noch ein paar Gedanken, wie und wo man am besten Wasser, Gels und Riegel verstaut, um diese immer griffbereit zu haben.

An Unterstützung wird es den Herscheider Sportlern nicht fehlen: „Es kommen Familie, Freunde und Vereinskameraden mit. Wir hoffen, dass diese sich so verteilen, dass wir mit permanenter Unterstützung rechnen können“, so die drei Herscheider.

Frank Lachnitt, der dritte Herscheider Starter, hat nur ein Ziel: Ankommen. Aus verschiedenen Gründen konnte Lachnitt nicht so intensiv trainieren wie Gärtner und Holzmann, die fast 95 Prozent der Trainingseinheiten gemeinsam gestalteten. „Wir danken vor allem unseren Familien, die uns in der Vorbereitung auf unseren Traum die notwendige Zeit und Unterstützung gegeben haben“, so Gärtner zum Abschluss.

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