Hardy Jecksties legt Berufung ein

Die Attacke auf einen Schiedsrichter von TuRa Brügge ist für TuRas Jugendleiter Hardy Jecksties noch nicht ausgestanden. Er will ein kreisweites Platzverbot für den Angreifer erwirken.

Kreisgebiet - Das Urteil der Fußball-Kreisjugendspruchkammer (KJSK) vom vergangenen Samstag hat Hardy Jecksties keine Ruhe gelassen. Wie bereits kurz nach der Verhandlung im „Haus Battenfeld“ in Plettenberg angekündigt, hat der Jugendleiter von TuRa Brügge am Mittwoch fristgerecht Berufung eingelegt.

Von Michael Jeide

Dem 77-jährigen Lüdenscheider, der in seiner langen Laufbahn als Fußballer, Schiedsrichter und Funktionär, unter anderem als Vorsitzender des TuS Herscheid, und 16 Jahre lang als Vorsitzender der Kreisjugendspruchkammer und für neun Jahre als Kreisjugendobmann aktiv war, ist am Samstag einiges gegen den Strich gegangen. Es brodelte erkennbar in ihm. Mehrfach meldete er sich zu Wort, um seinem hartnäckig befragten Vereinsmitglied („Das war ja fast eine Vernehmung“), dem beim F-Jugendturnier des TuS Herscheid durch einen brutalen Schlag gegen den Kehlkopf niedergestreckten Schiedsrichter Gebes, zur Seite zu stehen.

„Um ein Haar hätte er tot sein können. Und der Täter ist weiter auf freiem Fuß“, entrüstet sich Jecksties. „Wir müssen doch die Möglichkeit haben, unseren eigenen Mann für die Zukunft zu schützen“, will Jecksties ein kreisweites Platzverbot gegen den Schläger, Vater eines F-Junioren des TSV Oestertal, erwirken.

Die KJSK unter dem Vorsitz von Michael Arndt hatte lediglich die Oestertaler wegen verschuldeten Turnierabbruchs mit 150 Euro Ordnungsgeld belegt, von einer persönlichen Bestrafung des Zuschauers aber abgesehen. Begründung: Der Beschuldigte sei nicht mehr Mitglied eines Fußballvereins, somit für die Sportgerichtsbarkeit nicht zu belangen. Ergo erfolgte auch kein Platzverbot, bloß der Hinweis an die Vereine, selbiges über die jeweilige Kommune zu erwirken. Was der TSV Oestertal über die Stadt Plettenberg auch getan hat.

Dieser Hinweis ging Jecksties nicht weit genug: „So kann er doch dazu kommen, dass er seinen Sohn privat auf andere Sportplätze im Kreis begleitet, selbst wenn es ihm der TSV Oestertal untersagt. Außerdem hat die Kammer vorher nicht geprüft, ob der Mann nicht vielleicht doch noch irgendwo Mitglied ist. Den muss man doch aus dem Verkehr ziehen.“

Deshalb geht Jecksties für TuRa Brügge in die Berufung und erbittet vom KJSK-Vorsitzenden Arndt die Zusendung der Urteilsbegründung, um anschließend die Begründung für den Einspruch zu formulieren. Rat einholen wird er sich beim Justitiar des FLVW, Dieter Ostertag.

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