Handball

Handballverband Westfalen: Tiemann holt Vereine zur Planung mit ins Boot

Handball-Zweikampf am Kreis
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Wann es für Lars Gruber und die HSG Lüdenscheid in der Saison weitergeht, steht in den Sternen.

Wie geht es im Handballverband Westfalen mit dem Spielbetrieb weiter? Auf jeden Fall passiert bis Ende Dezember nichts mehr. Den Rest wollen die Verantwortlichen mit den Vereinen in digitalen Konferenzen besprechen.

Kreisgebiet – Eins nach dem anderen: Am Dienstagabend hat Andreas Tiemann als Staffelleiter gemeinsam mit der DHB-Führung und den 72 Männer-Drittligisten die grobe Planung einer Saison-Fortsetzung für die dritthöchste Spielebene im Deutschen Handballbund festgezurrt. In der nächsten Woche geht es mit dem Handball in Westfalen weiter, denn der Ostwestfale aus Hille ist auch in Westfalen der Chef-Spieltechniker – auch hier wird man Lösungen suchen, wie und wann eine Spielzeit womöglich fortgesetzt werden kann.

Nach der Drittliga-Entscheidung (Aussetzung der Saison bis Ende Dezember, erhoffter Re-Start am 9./10. Januar) hatte Tiemann am Mittwoch auf Nachfragen von Pressevertretern erklärt, dass der HV Westfalen nun nicht in Panik verfallen werde, nur „weil alle schreien“. Was die Frage offenließ, ob womöglich in Westfalen nach dem Lockdown direkt wieder gespielt werden könne, also bereits im Dezember.

Staffelleiter Tiemann holt die Vereine mit ins Boot

Tiemann verwies am Freitagmittag auf Anfrage darauf, dass der Handball-Verband sich in seinem Newsletter („Westfalenhandball“) bis spätestens Sonntag dazu äußern werde und er vorher auch keine konkreten Aussagen treffen wolle, weil der Informationsweg – erst die Kreise, dann die Vereine, dann die Öffentlichkeit – eingehalten werden solle. Und doch ließ der Ober-Spieltechniker bereits da durchblicken, dass es natürlich im Dezember keine Spiele geben dürfte. „Wir bewerten die Situation, wie sie in Westfalen ist. Man muss den Mannschaften nach dem Lockdown mindestens zwei Wochen geben, um wieder ins Training einsteigen zu können“, sagt Tiemann, „das dritte Dezember-Wochenende hat uns die Landesregierung durch die früher beginnenden Schulferien nun auch noch genommen.“ Den Schluss daraus durfte der Zuhörer selbst ziehen. Am Abend dann folgte die offizielle Stellungnahme des Verbandes: Im Dezember wird nicht mehr gespielt werden (siehe Info-Kasten).

Und danach? Wie zuletzt auf der Ebene der 3. Liga wird auch der HV Westfalen die Vereine bei den weiteren Planungen mit ins Boot holen: Am Dienstagabend (17. November) werden digitale Staffeltage für die drei Spielebenen des HV Westfalen bei den Männern stattfinden, am Donnerstagabend ist dasselbe Vorgehen für den Bereich der Frauen geplant. Gesamtstaffeltage für die Männer und die Frauen hält Tiemann in diesem Kontext nicht für zielführend. Zu unterschiedlich seien die Voraussetzungen. Ein Verein in der Oberliga wie die TSG Altenhagen-Heepen mit einem geschätzt sehr hohen Etat oder wie die SF Loxten mit einer Stiftung hinter der Handball-Abteilung sei schwer vergleichbar mit einem normalen Landesligisten. In Loxten und Altenhagen schaut man in Richtung 3. Liga und hat gerade auf wirtschaftlicher Ebene entsprechend eher die Probleme von Drittligisten als von Landesligisten.

Themen: Termine, Spielsysteme, Auf- und Abstiegsfragen

Deshalb wird es einen Staffeltag für alle Oberligisten geben, einen für alle Verbandsligisten (u.a. SGSH Dragons II) und einen für die Landesliga-Ebene (u.a. HSG Lüdenscheid, HSV Plettenberg/Werdohl und am Donnerstag HSG Lüdenscheid Frauen).

Klar ist für den HV Westfalen, der Termine, Spielsystem und auch Auf- und Abstiegsfragen im Detail mit den Vereinen besprechen will, dass er im Oberliga-Bereich bei den Männern und Frauen zu einem Saisonergebnis kommen muss, weil der Verband hier auch entsprechende Aufsteiger zur 3. Liga ermitteln muss. Darunter liegt alles im Ermessen des Verbandes.

Wünsche: Ein bisschen mehr gegenseitiges Verständnis

Auch eine Fortsetzung des Liga-Betriebs auf unterer Ebene, an dem Mannschaften auf freiwilliger Basis und unter Aussetzung von Auf- und Abstiegsregelungen teilnehmen können, scheint eine Option zu sein. Der Verband bewertet die Situation in Westfalen und will die größtmögliche Flexibilität zeigen – für seine Vereine und deren Interessen, nicht gegen sie. Tiemann, der bei der im Vergleich zu anderen Landesverbänden in Westfalen relativ spät getroffenen Entscheidung für die Aussetzung des Spielbetriebs im November auch so manche – nicht immer sehr freundlich formulierte – Kritik von der Basis abbekommen hat, ist diese Feststellung besonders wichtig. Die Botschaft: Die Basis liegt ihm am Herzen, aber die Zeiten sind schwer. Ein bisschen mehr gegenseitiges Verständnis wäre mitunter auch für die Funktionsträger im Verband eine schöne Sache..

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