Handball

Handballverband Westfalen: 17 Aufstiege am grünen Tisch

Handballer beim Torjubel
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Lutz Weßeling, hier noch im Trikot der SGSH, darf sich mit der TSG Altenhagen-Heepen auf die 3. Liga freuen.

Eine Aufstiegsrunde gibt es nur bei den Oberliga-Frauen im Handballverband Westfalen. Ansonsten dominiert Zurückhaltung, was das Spielen angeht. So hat die Spielkommission nun 17 Aufsteiger bestimmt.

Kreisgebiet - Dass nicht alle Register gezogen worden wären, kann man dem Handballverband Westfalen nicht vorwerfen. Doch auch das hat am Ende nicht dazu geführt, breitflächig sportliche Aufsteiger zur Saison 21/22 zu ermitteln. Nur für die Aufstiegsrunde der Frauen zur 3. Liga gibt es erstens genügend Bewerber und zweitens unter diesen Bewerbern genügend Teams, die bereit sind, im Juni zu spielen.

In allen anderen Klassen – von der Oberliga bis zur Landesliga bei den Männern sowie in der Verbands- und Landesliga bei den Frauen – hat die überwiegende Anzahl der Vereine für sich festgestellt, dass die Vorbereitungszeit nicht ausreiche und man daher nicht an einem sportlichen Wettbewerb teilnehmen könne.

Wie angekündigt, hat die Spielkommission deshalb in diesen Klassen die Saison am grünen Tisch gewertet. Eine solche Wertung ist nie leicht – es gibt ja keine vergleichbaren Fälle, der Kriterienkatalog ist nicht lange erprobt.

Doch der Verband hat sich dafür entschieden, dass dieser Weg immer noch besser und zudem weniger anfechtbar sei als die komplette Annullierung der Saison, inklusive eines kompletten Verzichts auf Aufsteiger. Das ist gut so.

Handballverband Westfalen: 17 Aufstiege am grünen Tisch

Was das konkret bedeutet? Für die Ermittlung einer Rangfolge unter den Aufstiegswilligen wurden die Platzierungen der Spielzeiten 18/19 und 19/20 sowie die Punkte-Quotienten der Spielzeiten 18/19, 19/20 und 20/21 – also die wenigen Spiele aus dem Oktober – hinzugezogen.

Das Ergebnis: Insgesamt 17 Aufstiege am grünen Tisch. Aus der Oberliga steigt die TSG Altenhagen-Heepen mit Ex-SGSH-Goalgetter Lutz Weßeling (deutlicher Vorsprung im „kumulierten Quotienten“ vor den SF Loxten) in die 3. Liga der Männer auf.

Aus den Verbandsligen tritt neben dem TuS Brake (Staffel 1) und dem TV Isselhorst (Staffel 2) auch die HSG Gevelsberg-Silschede den Weg nach oben an. Die Gevelsberger verwiesen in der Staffel 3 den TuS Hattingen deutlich auf Platz zwei im Ranking.

Im kölschen Sinne: Man muss auch gönnen können...

In den Landesliga-Staffeln im Süden durften die HSG Schwerte/Westhofen (Staffel 4), der SV Westerholt (Staffel 5) und Hans-Peter Müllers TG Voerde (Staffel 6, knapp vor dem TV Olpe) den Verbandsliga-Aufstieg bejubeln.

Bei den Frauen ist ein Blick auf die Landesliga-Staffel 5 interessant, in der die HSG Lüdenscheid spielt. Hier steigt der TV Wattenscheid auf und damit ein Gegner, gegen den die HSG-Frauen nie gespielt haben. Es mag bizarr wirken, wenn man den Aufsteiger der eigenen Staffel nicht kennt. Aber sei’s drum: Hauptsache, es gibt Aufsteiger – im Zweifel sollte die Konkurrenz in Westfalen da ganz im kölschen Sinne einfach mal gönnen können...

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