Handballkreis Lenne-Sieg

Handballkreis: Virtuelle Vergleiche ohne Sieger und Verlierer

Junge Handballerinnen auf der Tribüne
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Auch die jungen Handballerinnen sollen im Internet bei den virtuellen Vergleichen mitmachen.

Die zweite Videokonferenz zu den virtuellen Aktivitäten für den Nachwuchs hat den Handballkreis Lenne-Sieg wieder einen Schritt weitergebracht. Aus den Wettkämpfen sind Vergleiche ohne Sieger und Verlierer geworden.

Kreisgebiet – Die Planungen werden konkreter, aber so richtig konkret sind sie auch nach der zweiten Videokonferenz noch nicht: Am Montagabend trafen sich die Verantwortlichen des Kreisjugend-Ausschusses im Handballkreis Lenne-Sieg und die Vereinsjugendwarte noch einmal im Internet, um das weitere Vorgehen für die virtuellen Wettbewerbe für den Nachwuchs abzustimmen.

In der zweiten Konferenz zu diesem Thema nahm die Jugendführung um den KJA-Vorsitzenden Axel Jacobi (Erndtebrück), Mädchenwart Jörg Menzel (Attendorn) und Lehrwart Markus Schürhoff (Olpe) die Anregungen und Optimierungswünsche zu ihrem Konzept aus den Vereinen gerne auf.

Handballkreis: Virtuelle Vergleiche ohne Sieger und Verlierer

Danach sehen die Eckdaten für dieses Pilotprojekt in Westfalen nun wie folgt aus:

  • Die Meldungen der Mannschaften (von C-Jugend bis zur F-Jugend) sollen bis zum 31. Dezember erfolgen. Zu melden sind jeweils auch ein Mannschaftsverantwortlicher (mit E-Mail-Adresse) und mögliche Spieltage (mit Uhrzeiten).
  • Offizieller Start der Wettbewerbe soll nach dem 1. Februar sein.
  • Der Katalog mit allen Übungen soll von Jörg Menzel im Rahmen einer Power-Point-Präsentation bis Anfang Januar vorgelegt und allen Mannschaftsverantwortlichen zur Verfügung gestellt werden. In die 13 Übungen – von der Standwaage bis zum Zielwerfen von Socken in einen Wäschekorb oder das Kreisen des Balles um den eigenen Körper – wurden nach ersten Praxistests bereits erste Verbesserungsvorschläge eingearbeitet. Die Übungen sollen in der Präsentation ausführlich erklärt und durch Erklärvideos anschaulich gemacht werden.
  • Eine Mannschaft soll aus fünf Aktiven bestehen, die die fünf Übungen am Wettkampftag absolvieren. Die Mannschaftsverantwortlichen stimmen sich über Würfeln, Auslosen oder auch entsprechende Vorlieben der Jungen und Mädchen ab, welche Übungen ausgewählt werden. Der Spaß für die Kids soll bei der Entscheidungsfindung eine zentrale Rolle spielen.
  • Datenschutz: Der Server, den der Kreis angemietet hat, wird über einen Link auf der Homepage des Kreises Lenne-Sieg angesteuert werden können. Das entsprechende Passwort erhalten die Teamverantwortlichen und geben es den Jungen und Mädchen, die daheim vor der Kamera die Übungen absolvieren und ins Internet übertragen sollen, weiter. Die Vergleiche finden in einem geschlossenen, passwort-geschützten Raum statt.

Belohnung für die fleißigsten Teams

Zwar stellte Lehrwart Markus Schürhoff in seinen Ausführungen fest, dass es um den Spaßcharakter für die Kids gehe und nicht um „Tore, Punkte, Meisterschaft“ und dass man deshalb auch nicht mehr von virtuellen Wettkämpfen, sondern von virtuellen Vergleichen spreche. Den Vereinsvertretern war dies allerdings zu wenig Bekenntnis wider den Wettbewerbsgedanken. Der Wunsch eines Vereinsvertreters, in diesen Vergleichen keine Sieger und Verlierer zu vermitteln, wurde vom großen Teil der Konferenz-Teilnehmer unterstützt.

Die Idee des Kreises, der im Internet auch Tabellen mit den Ergebnissen der Vergleiche pflegen will, die besten Teams zum Beispiel mit einem Handball oder einem Trikotsatz zu belohnen, ist damit hinfällig. Belohnt werden sollen – das war Konsens – nun nicht die besten, sondern die fleißigsten Vereine, die an den meisten Vergleichen teilnehmen.

Dritte Videokonferenz im Januar 2021

Im Vorfeld des Februars sollen die Vereine nach Anfrage auch die Möglichkeit haben, virtuelle Vergleiche gegen einen anderen Verein probeweise durchzuführen. Positiv war die Resonanz auf den Vorschlag von Markus Schürhoff, im Falle von zu wenig Meldungen in einer Altersklasse auch Vergleiche gegen Mannschaften aus dem Kreis Bielefeld zu bestreiten. In diesem Kreis plant der Lehrwart des HV Westfalen, Olaf Grintz, nach dem Lenne-Sieg-Vorbild ähnliche Vergleiche. Die Idee, gegen Mannschaften aus Ostwestfalen anzutreten, gefiel den Vereinsvertretern sogar sehr gut.

Die letzten konkreten Abstimmungen zum „Saisonstart“ bei den virtuellen Vergleichen sollen nun in einer dritten Video-Konferenz in der dritten Kalenderwoche des neuen Jahres (18. bis 24. Januar) folgen. Und danach wird es im Internet in der Rolle des westfalenweiten Vorreiters tatsächlich einen Saisonstart für die Jugend im Kreis Lenne-Sieg geben – wenn auch ganz anders als aus früheren Zeiten gewohnt.

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