Handball

Umbruch mit Detlev Nebert

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Der stellvertretende HSG-Geschäftsführer Peter Werner (links) stellte Detlev Nebert als neuen HSG-Frauentrainer vor.

Lüdenscheid - Die sportliche Situation im fast aussichtslosen Kampf um den Ligaerhalt ist schwierig, die personelle Zukunft ein Vabanquespiel, entsprechend lange hat auch die Suche nach einem neuen Kapitän auf der Brücke gedauert. Doch die HSG Lüdenscheid hat die Suche nach einem Nachfolger von Frauen-Landesligacoach Christian Köster zum erfolgreichen Abschluss gebracht: Aus den eigenen Reihen übernimmt Detlev Nebert die Aufgabe, unabhängig von der Spielklasse.

Für die HSG eine ganz wichtige Personalie, vor allem eine, bei der sie nicht „die Katze im Sack kauft.“ Denn Detlev Nebert hat langjährigen Lüdenscheider „Stallgeruch“, betreute nach einer Zeit als Spieler und Trainer im niedersächsischen Celle eine erfolgreiche HSG-Jugendmannschaft von C- bis in die A-Jugend (u.a. mit Phil Lausen), ehe er dann eine Pause einlegte, bevor er für vier Spielzeiten die zweite Frauenmannschaft übernahm, die er zwischenzeitlich in die Bezirksliga führte. Interimsweise fungierte er nach der Trennung von Davor Fath auch als Trainer der HSG-Landesligaherren und unternimmt nach einjähriger Pause nun wieder einen Anlauf bei einer Erstvertretung der HSG.

In einer personell zweifellos schwierigen Phase des Lüdenscheider Frauenhandballs: Mit Michelle Pleuger, Denise Seckelmann (beide Hohenlimburg), Alina Schmidt, Nina Lausen, Annika Worobey (hören aus verschiedenen Gründen auf), Rabea Hegemann (nur noch „Zweite“), Ebru Dzelili (berufsbedingt zurück nach Drolshagen) und möglicherweise auch Lorena Lange (studienbedingt) verzeichnet die HSG einen großen Aderlass.

Das Aufgebot ist trotz Rückkehr von Saskia Wagemeyer (nach Babypause) und möglichen Nachrückern aus der Reserve wie Alisa Knobel, Lena Wortmann und eventuell Ann-Kathrin Kahlert doch stark ausgedünnt. Vom aktuellen Landesligateam machen nur Svenja Langhammer, Annika Gruhn, Ann-Kathrin Hein, Franziska Lukowski, Birte Otters, Franziska Schmale und Melanie Schäfer weiter.

Für die Verantwortlichen kein Grund zur Panik: „Die ungewisse Spielklasse ist sicher ein Handicap, aber mit sechs Spielerinnen – zum Teil auch mit höherklassiger Erfahrung – befinden wir uns in guten Gesprächen“, ist Peter Werner, stellvertretender Geschäftsführer der Bergstädter Handballer, zuversichtlich, insgesamt genügend Spielerinnen für den Spielbetrieb von zwei Mannschaften rekrutieren zu können.

Neu-Trainer Detlev Nebert möchte natürlich lieber ein Landes- als ein Bezirksligateam übernehmen: „Die Liga zu erhalten, ist einfacher als aufzusteigen“, weiß der 67-Jährige aus langjähriger Erfahrung, gibt für beide Varianten Zielsetzungen vor: „In der Landesliga allein der Klassenerhalt, in der Bezirksliga oben mitspielen“, sagt der Ex-Hubschrauber-Pilot in gewohnt ruhiger Manier, verschließt aber die Augen nicht vor den Problemen: „Mit nur 18 oder 19 Spielerinnen hat’s sicher keinen Zweck, zwei Mannschaften zu stellen“, würde er im Ernstfall die „Ein-Team-Lösung“ favorisieren. Nebert wird seine Tätigkeit sofort nach Saisonende aufnehmen. Einen Monat lang soll dann aber ein reines Spaßtraining im Vordergrund stehen.

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