Vom Tabellenkeller in sichere Gefilde

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Sucht mit seinen Teamkollegen den Weg von den Abstiegsrängen zurück ins Mittelfeld: HSG-Linkshänder Calvin Broscheit.

Lüdenscheid - Den Abstiegsplatz können sie auch im Siegfall nicht verlassen, aber zwei Zähler könnten zumindest das Signal für den Aufbruch zu neuen Ufern in der Liga geben.

Große Motivationskünste muss HSG Lüdenscheids Trainer Friedhelm Ziel vor dem Kellerduell gegen Schlusslicht Letmather TV (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Bergstadt-Gymnasium) nicht in die Waagschale werfen. Die Bedeutung des Heimspiels gegen die „Dauerfahrstuhl-Mannschaften zwischen Bezirks- und Landesliga aus dem Nordkreis ist jedem Bergstädter klar.

Es ist viel geredet worden in dieser Woche beim Tabellenzwölften (4:12-Punkte), die Mannschaft hat untereinander beraten, wie sie der Krise Herr werden kann, Abteilungsleiter Beckmann und Coach Ziel legten am Donnerstag den geplanten Kurs weg von den Abstiegsrängen fest. Jetzt aber müssen Taten folgen.

„Wir werden eine Strategie erarbeiten, wie wir uns da unten herausarbeiten können“, erklärte der Trainer angesichts weiter bestehender Probleme in Sachen Trainingsbeteiligung. „Klar ist, dass wir alle im Verein vorhandenen Ressourcen werden ausschöpfen müssen, um zurück in sichere Tabellenregionen zu kommen“, meint Ziel entschlossen.

Entschlossenheit, die das HSG-Septett auch am Samstag zwingend benötigt, um gegen den Gast aus dem Nordkreis die Zähler einzufahren. „Und Letmathe ist bei weitem nicht so schlecht, wie es die 2:14-Punkte vermitteln“, hat Ziel beim Videostudium der Müller-Truppe festgestellt. „Eine Mannschaft, die unheimlich hohes Tempo geht“, war der HSG-Coach beeindruckt, wie schwer Letmathe dem stark eingeschätzten TV Olpe den hauchdünnen Erfolg gemacht hat. Allerdings – zu Hause spielen die Nordkreisler auch haftmittelfrei und tun sich auswärts mit dem geharzten Spielgerät mit Ausnahme von „Shooter“ Budde schwerer.

Erfreulich für die HSG: Die Ausfallliste wird endlich kürzer: Spielmacher Lukas Weichelt und Kreisläufer Rick Behnke-Schoos haben das Training wiederaufgenommen, sind sicher noch nicht voll belastbar, aber immerhin Kurzzeit-Alternativen, was die Chance erhöht, dass Ziel auch seinen Rückraum-Trümpfen Niclas Beckmann und Phil Lausen dringend benötigte Pausen verschaffen kann. Zudem soll Co-Trainer Felix Kroll zumindest die Abwehr stabilisieren und wegen der spielfreien Reserve Robin Plischka eine Rückraumalternative bilden. Verzichten muss die HSG noch auf den erkrankten Linksaußen Phil Bieker, auch Kreisläufer Mario Hurlbrink (Oberschenkelprobleme) ist nur bedingt einsatzfähig.

HSG: Kämmerer, Ferizi – C. Broscheit, Mühlbauer, Beckmann, Fenner, L. Weichelt, Hahn, Nitsch, Hurlbrink, Behnke-Schoos, Lausen, Plate, Kroll, Plischka

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