Handball-Verband Westfalen

Handballer in Westfalen frühestens Ende Januar wieder im Spielbetrieb

Handball-Abwehr im Zweikampf
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Für die Landesliga-Handballer der HSG Lüdenscheid wird die Saison frühestens Ende Januar weitergehen. Dann soll die Hinrunde, die nach zwei Spieltagen unterbrochen wurde, fortgesetzt werden.

Wie geht es bei den Handballern in den Spielklassen des HV Westfalen weiter? Der digitale Staffeltag hat Antworten gegeben, aber auch auch Fragen offen gelassen.

Kreisgebiet – Die Saison 20/21 soll in der Handball-Verbandsliga und -Landesliga frühestens Ende Januar 2021 – und damit drei Wochen später in der 3. Liga – geplant fortgesetzt werden. Das Ergebnis der digitalen Aussprache, die laut Staffelleiter Andreas Tiemann ausdrücklich „keine Entscheidungsveranstaltung“ war, am Dienstagabend war kein allzu überraschendes.

Kein Handball im Dezember und wohl auch nicht im Januar, jedenfalls nicht in Wettkampfform: Darüber bestand bei den Spieltechnikern und den Vereinsvertretern große Übereinstimmung. Die Hoffnung ist, dass ab Januar ein Handballtraining wieder möglich sein soll. Drei Wochen Vorlauf im Training will der Verband den Teams dann geben. Eine Planung, die von der Pandemie-Entwicklung indes schnell über den Haufen geworfen werden könnte. „Wir haben auch nicht damit gerechnet, dass wir die Saison so schnell unterbrechen müssen“, sagte Tiemann, „meine Glaskugel hat im Sommer schon gesponnen…“

Die Planungen jedenfalls laufen für den günstigsten aller Pandemie-Verläufe – mit zusätzlichen Optionen für den Fall, dass es doch später losgeht. Folgende Ideen gibt es, die nun in den Vereinen diskutiert werden sollen, um dann später – vor allem nach weiteren Vorgaben der Politik – noch einmal in einer Videokonferenz abschließend besprochen zu werden:

Saisonende laut Spielordnung am 30. Juni

Klar ist, dass der Verband die nach den ersten beiden Spieltagen ausgesetzte Hinrunde irgendwie zu Ende spielen will. Annullierte Spiele wird es nicht geben. Sollte man Ende Januar einsteigen können, wird der Spielplan wie erstellt fortgesetzt – die ausgefallenen Spiele aus November, Dezember und Januar werden angehängt, dazu gäbe es auch Nachholspiele unter der Woche. Günstigstenfalls wäre die Hinrunde im April oder Mai beendet.

Hier gibt es drei Varianten: Die Saison endet laut Spielordnung am 30. Juni. Sollte bis dahin nur allein die Hinrunde beendet sein, so würde die Hinrundentabelle für die Ermittlung von Auf- und Absteigern zu Rate gezogen werden können. Beim Thema des vermehrten Abstiegs zeigte sich Andreas Tiemann durchaus gesprächsbereit, um Härten abzumildern.

Abbruch der Saison nur als Ultima Ratio

Eins aber machte er unmissverständlich klar: „Geschenkte Aufstiege wie in der Corona-Saison wird es in dieser Saison auf keinen Fall geben.“ Klar ist: Sollte die Abstiegsregelung modifiziert werden, geht dies nur mit Zustimmung von Präsidium und erweitertem Präsidium des Verbandes. Die zweite oder dritte Variante für das Saisonfinale wäre Tiemann weitaus lieber: Variante zwei sähe eine verkürzte Rückrunde in erster und zweiter Tabellenhälfte vor, um so Auf- und Absteiger zu ermitteln. Variante drei ist die Play-off-Variante: Hier würden die Teams auf Rang eins bis vier im K.o.-Modus den Aufsteiger ausspielen, die Teams auf Rang fünf bis zwölf analog die Absteiger. Sowohl für die zweite als auch für die dritte Variante müsste indes als Grundlage genügend Zeit vorhanden sein.

Hier sahen viele skeptische Vereinsvertreter denn auch das Hauptproblem. Der Glaube daran, dass die Saison noch einmal richtig Fahrt aufnimmt, ist nicht überall vorhanden. „Wenn gar nichts geht, dann wird es keine Auf- und Absteiger geben und einen entsprechenden Neustart im Herbst“, sagte der mit diesen Zweifeln konfrontierte Tiemann – so weit will der Mann aus Hille aktuell noch längst nicht gehen.

Play-off-Variante könnte Zuschauer generieren

„Der Handball muss präsent bleiben“, stellte Tiemann fest, „deshalb muss es auch das Ziel sein, die Saison zu Ende zu spielen.“ Einen Abbruch oder eine Runde auf freiwilliger Basis sieht er allenfalls als Ultima Ratio. Tiemann berichtete von Fällen aus der Verbandsliga, in der Sponsoren abgesprungen seien aufgrund der Entwicklung, und von Fällen aus der Landesliga, in der Dauerkarten-Inhaber ihr Geld zurück verlangt hätten. „Deshalb geht es auch darum, dass wir im April oder Mai wieder vor Zuschauern spielen wollen – und zwar mit so interessanten Spielen, dass die Hallen voll werden und die Vereine so zumindest noch ein paar Einnahmen haben“, sagte Tiemann. Für diese Ziel wäre die Play-off-Lösung eine hochinteressante. Doch ob das überhaupt ein Thema wird? Die Zeit muss es zeigen.

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