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Genauigkeit geht vor Tempo: HSV deklassiert Hohenlimburg

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Von: Michael Jeide

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Fabian Gerth war nicht nur mit neun Treffern zweitbester Werfer der HSV Plettenberg/Werdohl beim klaren 36:27-Heimsieg gegen die HSG Hohenlimburg, sondern zeigte auch in punkto Einsatzwillen eine vorbildliche Leistung.
Fabian Gerth war nicht nur mit neun Treffern zweitbester Werfer der HSV Plettenberg/Werdohl beim klaren 36:27-Heimsieg gegen die HSG Hohenlimburg, sondern zeigte auch in punkto Einsatzwillen eine vorbildliche Leistung. © Jeide, Michael

Die HSV Plettenberg/Werdohl scheint in der neuen Landesliga-Saison so weitermachen zu können, wie sie im Mai die Spielzeit 21/22 beendet hatte. Mit Spielfreude, Einsatzbereitschaft und Cleverness überzeugte das Team im ersten Heimspiel gegen die HSG Hohenlimburg und deklassierte den Verbandsliga-Absteiger mit 36:27 (21:15).

Werdohl - „Chapeau“ zog Trainer Ivo Milos den symbolischen Hut nach dem überlegenen Erfolg über die Truppe von Ivo Maly. „Bei dem Teamgeist und der Leistung hatte ich schon nach zehn Minuten keine Angst, dass wir das Spiel verlieren“, freute sich Milos.

Diese frühe Zuversicht resultierte daraus, dass die Lennetaler, die nur beim 2:3 für 27 Sekunden im Rückstand lagen, es schafften, das Fehlen von fünf Stammspielern – neben dem dem verletzten Spielmacher Lengelsen und Kreisläufer Scheuermann waren auch Keeper Galla, Mühlbauer und Kreikebaum nicht dabei – zu kompensieren und dem Hohenlimburger Tempohandball die Schärfe zu nehmen. Anfangs musste sich die Deckung den anstürmenden Gästen, Felix Bauer immer vornweg, noch mit dem einen oder anderen Foul erwehren, kassierte sämtliche fünf Zeitstrafen im ersten Abschnitt, doch weil der HSG bei aller Geschwindigkeit die Genauigkeit abhanden kam, überstand Plettenberg/Werdohl auch die Unterzahlminuten meist unbeschadet. Hohenlimburg hingegen wies Riesenlücken im Deckungsverband vor zwei wenig überzeugenden Torhütern auf, welche die fintenreiche HSV immer wieder fand und mit all ihrer Erfahrung auch nutzte.

Bei dem Teamgeist und der Leistung hatte ich schon nach zehn Minuten keine Angst, dass wir das Spiel verlieren.

HSV-Trainer Ivo Milos

Angetrieben von einem überragenden „Bommel“ van der Hurk wuchs die Führung schon in Halbzeit eins auf bis zu sieben Treffer an. Bei den Gästen lief es hingegen gar nicht, der Frust entlud sich dann sogar in einer Beleidigung, für die Marks die blaue Karte (Disqualifikation mit Bericht) von den Schiedsrichter Frank Röhle und Jürgen Schmidt sah (16.). Allein dank der Siebenmeter von Lukas Wetzel (8/7) blieb die HSG einigermaßen im Spiel, kassierte dann aber in doppelter Überzahl das 21:15 durch den energische Einsatz von Fabian Gerth (9). Das war zehn Sekunden vor der Pause und quasi das Signal für den zweiten Abschnitt, in dem die HSV nach dem 21:17 (34.) entscheidend auf 30:21 (49.) enteilte.

HSV: Kämmerer – M. Rose (2), Jacoby, Broscheit (2), Scheerer, Jaske, van der Hurk (10/1), Traumüller (4), Gerth (9), P. Rose (3), Winkelsträter (3), Böckel (3)

Zeitstrafen: HSV 5 / HSG 4 plus Disqualifikation mit Bericht gegen Marks wegen SR-Beleidigung (16.)

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