VfB Altena legt Frauenteam „auf Eis“

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Julia Herbel war in der vergangenen Saison die erfolgreichste Torschützin im Team der VfB-Frauen. Sie wird nun voraussichtlich nach Hohenlimburg wechseln.

Altena - Nach nur einer Saison ist schon wieder Schluss – zumindest vorerst. Die Handballabteilung des VfB Altena legt ihre Frauenmannschaft „auf Eis“. Für die kommende Meisterschaftsrunde wird kein weibliches Seniorenteam gemeldet. Kurz nach dem Ende der Spielzeit 2013/2014 hatte Trainer Markus Langwald schon angekündigt, dass es personell möglicherweise sehr eng werden könne, war aber zu dem Zeitpunkt noch recht zuversichtlich, den ein oder anderen Neuzugang für sein Team gewinnen zu können. Diese Hoffnung hat sich nun jedoch zerschlagen.

„Am Donnerstag haben wir uns zusammengesetzt und die Entscheidung getroffen, dass wir erstmal ein Jahr Pause machen und dann wieder neu starten, weil im nächsten Jahr drei A-Jugendliche in den Seniorenbereich aufrücken“, erklärt Langwald, der letztendlich nur die Zusagen von neun Spielerinnen hatte. Zehn wäre das Minimum gewesen, mit dem Langwald in die Saison gestartet wäre, wohlwissend, dass es auch mit dieser Anzahl ein schweres Unterfangen geworden wäre. Zuletzt hatten zwölf Spielerinnen auf der VfB-Meldeliste gestanden, so gut wie nie konnte Langwald bei den Spielen aber aus dem Vollen schöpfen, immer wieder mussten Ausfälle weggesteckt werden. Nun stehen Lisa Grefe und Caroline Renz, die ein Studium beginnen, nicht mehr zur Verfügung und auch Kira Bastian möchte aufhören mit dem Handball spielen. Die verbliebenen Spielerinnen wollen sich nun größtenteils einen neuen Verein suchen – allerdings nur für ein Jahr. Julia Herbel, beste Torschützin der VfB-Frauen, liebäugelt mit einem Wechsel nach Hohenlimburg, Rebecca Schell und Vanessa Messina wollen in Iserlohn noch ein Jahr in der A-Jugend spielen. Die Zukunft der anderen Spielerinnen ist offen. „Zu 90 Prozent gehe ich davon aus, dass alle nach einem Jahr wiederkommen. So sind wir auch verblieben. Es war nämlich eine super Truppe, menschlich wie charakterlich. Deswegen tut es mir auch persönlich sehr leid“, sagt Langwald, der dem VfB Altena treu bleiben und künftig in der 2. Mannschaft spielen möchte. Darüber hinaus gibt es für ihn noch zwei Angebote, wieder eine Damenmannschaft zu trainieren. „Da ringe ich noch mit mir“, hat Langwald diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen.

Britta Kaufmann

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