SGSH-Generalprobe lange ein Desaster

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Symptomatisch für die Partie: Kaum ein Durchkommen gab’s für den beileibe nicht schwachen SGSH-Youngster Moritz Eigenbrodt gegen eine ausgesprochen engagierte Gästedeckung aus dem Rheinland, der Drittligist unterlag 27:29.

Schalksmühle - Das Ende der Vorbereitung hatte sich Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver anders vorgestellt: Am Freitagabend unterlag das Grasediek-Team im letzten Testspiel der SG Langenfeld 27:29 (11:18) – ein Ergebnis, das am Ende nur unzureichend die Geschehnisse der 60 Minuten abbildete.

Das Spiel, das als Generalprobe gedacht war, war praktisch schon vorher ein Muster ohne Wert. Neben den Langzeitverletzten (Ruskov, Diehl, Mayer) und den Verletzten der Woche (Jansen, Formella) musste am Freitagabend auch noch Maciej Dmytruszynski (Muskelverhärtung aus dem Training am Donnerstag) passen. In der Startformation fehlte zudem Lutz Weßeling (Magen-Darm-Probleme), der erst nach 20 Minuten kam. Ohne den Abwehrchef und den gefährlichsten Werfer sollte es ein schwieriges Unterfangen gegen den rheinischen Oberliga-Vizemeister werden.

Genau genommen wurde die erste Halbzeit sogar direkt die schwächste der Vorbereitung. Vorne tat sich die SGSH gegen den 6:0-Block schwer. Hinten fand sie im 3:2:1-System kein Mittel gegen den robusten Kreisläufer Nelte. Individuell gab es zudem außerdem über die schnelle Mitte immer wieder gut ins Spiel gebrachten Natko Merhar keinen SGSH-Akteur, der auf seiner Position das direkte Duell mit dem Pendant des Gastes gewann. Über 0:3 (4.), 6:7 (14.), 7:13 (23.) und 11:16 (28.) steuerte der Gast aus Langenfeld, bei dem auch fünf Spieler des Kaders fehlten (u.a. Spielmacher Eich und der Rückraum-Rechte Knische), einer 18:11-Pausenführung entgegen.

Der zweite Durchgang begann mit drei tollen Paraden des eingewechselten Stand-by-Keepers Mareks Skabeikis, der Nicholas Plessers abgelöst hatte. Es hätte ein Weckruf sein können, aber so richtig zündete es auch jetzt nicht bei der SGSH. Bis auf 15:20 (36., Feldmann) verkürzte der Gastgeber, hatte dann aber wieder große Probleme, die Kreise vom starken SGL-Spielmacher Bölken zu stören. So wurde aus dem 15:20 bald ein 16:26 (44.).

Rote Karte für Bastian Munkel

Es roch nach Desaster, und das Beste an einem verkorksten Abend war, dass die SGSH zumindest ein solches abwendete. In der Schlussphase, die hitzig war und in der die Schiedsrichterkritik in einer roten Karte gegen Bastian Munkel (56., Schiedsrichter-Beleidigung) ihren unrühmlichen Höhepunkt fand, nutzte der Gast seine Chancen nicht mehr so konsequent. Die SGSH drückte dagegen aufs Tempo und verkürzte mit drei Treffern in den letzten 60 Sekunden noch auf 27:29. Ein Endresultat, das knapper war als der Spielverlauf.

SGSH: Plessers, Skabeikis - Merhar (5), Fleischhauer, Eigenbrodt (3), Weßeling (1), Büchel, Feldmann (3/2), Munkel (3), Eskericic (6), Wardzinski (5), Luciano (1), Müller

SGL: Riebau, Geske - Thöne, Wolter (3), Heider (1), Preisegger (1), Menzlaff (4), Stolley (2), Bölken (13/5), Schickhaus (3), Zimmermann, Nelte (2)

Schiedsrichter: Krebs (Waltrop) und Günay (Herne)

Zeitstrafen: SGSH 2 plus rote Karte gegen Munkel (55:38, Schiedsrichter-Beleidigung) - SGL3

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