SGSH II contra HSG: Lokalfight in der Luxuszone

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Rot-Weiß oder Blau-Gelb: Welche Farbkombination wird am Sonntag das Derby dominieren, wenn Timo Blumberg mit der SGSH-Reserve auf den Nachbarn HSG Lüdenscheid trifft?

SCHALKSMÜHLE - Ein Derby kommt selten allein: Nur zwei Tage nach dem Drittliga-Lokalfight zwischen Eintracht Hagen und der SG Schalksmühle-Halver steht der Sonntag am Löh auch ganz im Zeichen von Duell mit viel Lokalkolorit. Nach dem gemeinde-internen Kreisliga-Vorspiel zwischen der SGSH III und Linscheid kreuzen am Sonntag um 17 Uhr in der Landesliga die SGSH-Reserve und die HSG Lüdenscheid die Klingen.

Nun ist es so, dass die Papierform in einem Derby nicht viel Wert sein soll. Wäre sie es doch, so würde man nicht umhin kommen, der SGSH-Reserve die Favoritenrolle zuzuweisen. Mit 20:4-Zählern hat das Team von Trainer Friedhelm Ziel bislang eine überragende Saison gespielt. Die HSG Lüdenscheid bringt eine 14:10-Punkte-Bilanz mit zum Löh, auf die man in der Bergstadt auch mit Recht stolz sein darf. Es treffen also zum Hinrundenfinale zwei Teams aufeinander, die mit ihrem bisher beschrittenen Weg zufrieden sein können.

Nun also das Derby zum Ende dieser guten Hinrunde und zum Einstand ins neue Kalenderjahr: „Natürlich ist es ein besonderes Spiel, auch für mich, schließlich habe ich beide Mannschaften trainiert“, sagt Friedhelm Ziel und fasst die Zieldefinition in klare Worte: „Wir wollen auch im Derby zeigen, dass wir zurecht da stehen, wo wie stehen. Wir nehmen die Favoritenrolle an, müssen allerdings eine hohe Konzentration aufs Feld bringen, um dieser Rolle gerecht werden zu können.“

Davor Fath sieht die Dinge nüchterner. „Es ist ein Landesliga-Spiel, am Ende bekommt ein Team zwei Punkte“, sagt er, „natürlich spielen in so einem Match auch Emotionen eine Rolle. Aber ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie vor allem den Kopf frei haben müssen.“ Fath zeigt Respekt vor der Saisonleistung der SGSH. „Aber wir haben auch unsere Qualitäten. Die Jungs haben sich weiterentwickelt“, sagt Fath, „die Schalksmühler müssen erst einmal beweisen, dass sie so viel besser sind. Wenn es so sein sollte, werde ich Friedhelm gratulieren. Aber erst einmal müssen wir spielen.“

Ziel schätzt an der HSG vor allem die Kampfkraft, die Spielintelligenz von Daniel Opitz in der Rückraum-Zentrale und fürchtet zudem das gute Gegenstoß-Spiel der Bergstädter. Außerdem hat er sein Team auf die neue 3:2:1-Abwehr eingestellt. Die gab es noch nicht, als die SGSH-Reserve in der Vorsaison beide Lokalduelle gegen die HSG für sich entschied, allerdings aufgrund des von-Oepen-Pass-Fauxpas nur einmal zwei Punkte dafür erhielt. Alles Schnee von gestern. Heute wäre für beide Teams eine Niederlage eher ein Luxusproblem im Laufe einer Saison, die selbst ein Verlust im Prestige-Duell nicht nachhaltig vermiesen könnte.

Thomas Machatzke

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