Die SGSH steht im Westfalenpokal-Finale

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SGSH-Linkshänder Julian Mayer agierte im Westfalenpokal-Halbfinale bisweilen unglücklich im Abschluss.

Die SG Schalksmühle-Halver steht im Finale des Westfalenpokals. Der Drittligist setzte sich am Freitagabend in der Hagener Enervie-Arena gegen den Oberliga-Vierten VfL Eintr. Hagen II mit 32:25 (16:10) durch. Im Endspiel trifft die SGSH nun auf den Nord-Drittligisten HSG Lemgo II, der sich - ebenfalls am Freitag - mit 40:28 beim Landesligisten TuS Bommern behauptete.

Angesichts der personellen Ausgangslage war es ein bemerkenswert souveräner Sieg der SGSH. Zu den bereits im Vorfeld feststehenden Ausfällen von Daniel Buff (Achillessehnenentzündung) und Christian Feldmann (Urlaub) hatte sich kurzfristig mit Alex Brauckmann (Sprunggelenksverletzung) noch ein weiterer Akteur gesellt. Für ihn rückte Sven Potberg aus der Landesliga-Reserve ins Aufgebot. Außerdem verzichtete SGSH-Co-Trainer Axel Meyrich, der Trainer Mathias Grasediek (Urlaub) auf der Bank vertrat, komplett auf den Einsatz von Florian Diehl und Maciej Dmytruszynski. Die beiden Rückraumspieler hatten sich zwar mit aufgewärmt, verfolgten den Geschehen dann aber ausschließlich von der Bank aus.

Die Startphase vor 200 Zuschauer in der Enervie-Arena war geprägt von zwei ganz starken Torhüterleistungen. Hagens Manuel Treude raubte den Gästen in der Startphase im 30-Sekunden-Takt den Nerv. Vor allem Daniel Krüger von der Linksaußenposition scheiterte ein ums andere Mal am kahlköpfigen Hagener Keeper. Gut nur aus SGSH-Sicht, dass Mareks Skabeikis kaum schlechter aufgelegt war, über die gesamte Distanz dann sogar die konstantere Leistung zeigte.

Starker Niklas Polakovs

Beim 3:3 (9.) hatten beide Teams so schon etliche Großchancen vergeben, auch nach einer knappen Viertelstunde war das Geschehen noch völlig ausgeglichen (6:7). Dann aber begannen sich die Gäste abzusetzen - was mehrere Gründe hatte. Die 5:1-Abwehr der SGSH, wechselweise mit Marc Oberste oder Jan Stuhldreher auf der Spitze, stabilisierte sich immer mehr, legte sukzessive die Basis für ein recht effizientes Tempospiel. Vorne waren es Spielmacher Jan Stuhldreher, vor allem aber ein sehr gut aufgelegter Niklas Polakovs im linken Rückraum, die nun den Unterschied machten. Druckvolle Kreuzbewegungen und ein arg passiver Hagener Innenblock ließen den Vorsprung der Gäste zum Pausenpfiff der sicher leitenden Unparteiischen Himmelreich/Hooge auf 16:10 anwachsen.

Die Vorentscheidung? - Nicht ganz. Nach Wiederanpfiff blieben Marc Oberste, Dominic Luciano und punktuell auch Niklas Polakovs zunächst auf der Bank. Die defensive Stabilität ging dem Gast so zunächst ein wenig verloren, weil Malte Müller gegen Eintracht-Spielertrainer Rainer Hantusch häufig ins Hintertreffen geriet und vorne Kevin Herzog und Julian Mayer eher unglücklich agierten. Bis auf 23:20 verkürzten die Gastgeber in dieser Phase.

Ein Aufbäumen, das indes rasch erstickt wurde. Axel Meyrich wechselte zurück auf die ursprüngliche Abwehrformation, Niklas Polakovs überzeugte vorne als Vollstrecker und Vorbereiter gleichermaßen und auch der inzwischen auf Linksaußen agierende Sven Potberg machte mit vier Treffern aus fünf Versuchen ein richtig gutes Spiel. So war die Entscheidung spätestens beim 27:22 knappe zehn Minuten vor dem Ende gefallen.

VfL II: Treude, Walther (43.-47.) - Henkels (1), Schreiber (1), Rosian (3), Katsigiannis (9/1), Maistrenko, Wulf (1), Kowalski, Sonnenberg, Osebold (1), Jung (4/1), Hantusch (5)

SGSH: Skabeikis, Formella (n.e.) - Herzog (2), Diehl (n.e.), Potberg (4), Oberste, Stuhldreher (5), Luciano (5), Hermann (4), Polakovs (8), Müller (1), Mayer (1), Dmytruszynski (n.e.), Krüger (2)

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