Handball: Spielgemeinschaft angestrebt

HSV Werdohl und TuS Plettenberg vor Fusion

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WERDOHL/PLETTENBERG - Nun ist es raus: Die HSV Werdohl/Versetal wird voraussichtlich in der neuen Handball-Saison einen neuen Namen tragen. Denn der Verein strebt eine Fusion mit der Handball-Abteilung des TuS Plettenberg an.

Alexander Griessl (Vorsitzender der HSV) und Holger Pfau (Abteilungsvorsitzender der TuS-Handballer) basteln seit Wochen an einem tragfähigen Konzept, der den Handball in beiden Ortschaften auf eine solide Basis stellen soll. Es gilt die Kräfte zu bündeln, brachliegendes Potenzial zu erschließen.

Jugendspielgemeinschaft als Versuchsballon

Seit der Saison 2013/2014 nehmen die A- bis C-Jugend-Teams der HSV Werdohl/Versetal und des TuS Plettenberg als JSG (Jugendspielgemeinschaft) Plettenberg/Werdohl am Meisterschaftsbetrieb teil. Die Vereine reagierten damit auf die sinkenden Kinderzahlen.

Ein Schritt, der sich im Nachhinein als richtungsweisend herausstellte. Man könnte die JSG sogar als Versuchsballon bezeichnen, wenn man jetzt verfolgt, was die beiden Vorstände planen. Es soll eine Handballspielgemeinschaft mit dem TuS Plettenberg gebildet werden, die sich für beide Kooperationspartner bezahlt machen soll. Aus eigener Kraft scheinen die Handballer aus der Vier-Täler-Stadt die Herausforderungen in den nächsten Jahren kaum bewältigen zu können.

Für die HSV würde sich diese Problematik ebenfalls irgendwann stellen. Davon sind alle Entscheidungsträger überzeugt. Was lag also näher als ein Zusammenschluss?

Deutliches Ja zum Leistungshandball

 

Grundlage des gemeinschaftlich erarbeiteten Konzepts ist ein deutliches Ja zum Leistungshandball. Breitensport könnten die Fusionspartner auch eigenständig weiterhin anbieten. Das ist aber keinesfalls das Ziel dieses Mammut-Projekts.

Im Dezember trafen sich die Fusionspartner zu einem ersten konstruktiven Gespräch. Früh stellte sich heraus, dass beide Seiten eine Spielgemeinschaft für eine Win-win-Situation hielten. Beide Vereine würden also von dem Zusammenschluss profitieren.

Im Rahmen der Gespräche stellte sich heraus, dass eine möglichst rasche HSG-Bildung von großer Bedeutung ist. Denn: Das Bezirksliga-Herren-Team der HSV ist akut abstiegsgefährdet, die „Erste“ des TuS wird aus der Kreisliga A allem Anschein nach nicht aufsteigen. Die Abwanderung von talentierten Spielern wollen Griessl und Pfau unter allen Umständen verhindern, ihnen eine sportlich interessante Perspektive bieten.

Gründunsversammlung für 17. März anvisiert

Geplant ist, den Antrag bis zum Stichtag (1. April) an den Westfälischen Handballverband zu übermitteln, damit die Jugendmannschaften in der nächsten Aufstiegsrunde nach den Osterferien bereits als HSG antreten können.

„Eine Gemeinschaft auf Augenhöhe“, sagt Holger Pfau, soll Basis der HSG sein und deshalb sollen die Spieltage im Wechsel in Werdohl und Plettenberg stattfinden. Sämlich Mitglieder (in der Summe rund 500) bekommen im Rahmen der entsprechenden Jahreshauptversammlungen am 17. Februar die Gelegenheit, abzustimmen.

Am 17. März könnte dann eine Gründungsversammlung stattfinden. Ein Name ist noch nicht gefunden, Vorschläge sind willkommen. - Von Markus Jentzsch

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