Enorme Fortschritte und noch weiteres Potenzial

Eine enorm positive Entwicklung im Saisonverlauf attestiert Trainer Christian Köster auch Außen Annika Worobey. Foto: Krüger

Lüdenscheid -  Unterm Strich steht Rang acht und damit der souveräne Klassenerhalt. „Saisonziel erreicht“ können die Landesligahandballerinnen der HSG Lüdenscheid zufrieden vermelden.

Von Jörg Hellwig

18:26-Punkte lautet die Bilanz in Zahlen, da hätte sich Trainer Christian Köster vielleicht noch ein bisschen mehr erhofft. Er sagt aber auch: „Wir wussten, dass wir angesichts des langen Auslandsaufenthalts von Birte Hofmann und Saskia Oppl und der langen Verletzungspause von Kim-Saskia Malcus in der Hinrunde Probleme bekommen würden.“ Und die Probleme waren in der Tat unübersehbar: 4:18-Punkte standen nach elf Begegnungen auf dem Konto der HSG, dazu der Abstiegsplatz elf.

Rückrundenbilanz kann sich sehen lassen

Die Bergstädterinnen bewahrten um ihren Coach Christian Köster herum aber Ruhe, vertrauten nicht nur auf die „Rückkehrerinnen“, sondern auch auf spielerische und tempomäßige Fortschritte in der gesamten Mannschaft: Die Rückrundenbilanz mit 14:8-Punkten kann sich durchaus sehen lassen und deutet an, was ohne personelle Sorgen in der abgelaufenen Spielzeit möglich gewesen wäre: „Wir haben absolut mitgehalten, das Spiel hat gezeigt, dass wir auch gegen die Vereine der erweiterten Spitzengruppe mithalten können“, bilanzierte „Kösti“ nach der finalen 25:28-Niederlage beim Meisterschaftsvierten TuS Bommern, bei dem er sogar schwache Schiedsrichter als „Siegfaktor“ für den TuS sah.

Abschied von einem Quartett

„Ein solche Leistung macht mich zuversichtlich auch über das Saisonende hinaus mit Blick auf die kommende Spielzeit“, sagt Köster selbstbewusst. Denn obwohl die HSG mit Lorena Lange (studienbedingt), Darline Seckelmann und Deborah Röhricht (beide berufsbedingt) und Catalyn Ott (Auslandsaufenthalt) ein Quartett verabschieden muss, rechnet der Coach mit einer guten Personaldecke: „Wir stehen mit drei externen Spielerinnen in aussichtsreichen Gesprächen.“

Allein auf externe neue Kräfte baut er aber nicht, lobt vielmehr die Entwicklung, die sein gesamtes Team im Saisonverlauf genommen hat. Zudem verweist auf Beispiele wie Franziska Schmale, Saskia Mewes und Annika Worobey: „Sie haben enorme Fortschritte gemacht. Außerdem nähert sich eine Birte Hofmann, die lange an der Hinrundenpause geknackt hat, wieder ihrer Normalform. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns auch in der neuen Saison weiterentwickeln werden“, freut sich Köster schon auf die neue Spielzeit.

Ab dem 2. Juni wird es wieder ernst

Im Mai hat er seinem Team komplett freigegeben – bis auf drei freiwillige Fußballeinheiten. Kaltgetränk. Ab dem 2. Juni wird’s für seine Truppe dann aber schon wieder ernst: „Kösti“ ist ein akribischer Vorbereiter und will seine Mannschaft gemäß des abgewandelten Sepp-Herberger-Mottos „Nach der Saison ist vor der Saison“ topfit zum Auftakt der Spielzeit 15/16 präsentieren.

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