Handball

Hintertürchen für abstiegsgefährdete Clubs

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Nachsitzen für den Klassenerhalt? Für die Verbandsliga-Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl könnte es doch noch eine Hintertür für ein weiteres Jahr in der Fünftklassigkeit geben...

Kreisgebiet – Andreas Tiemann ist seit Jahresanfang neuer Staffelleiter der vier bundesweiten Drittliga-Staffeln im Handball-Männerbereich. Allerdings nicht nur. Tiemann ist auch ein Kind des HV Westfalen, ein Ostwestfale durch und durch. Deshalb hat er im Moment gute Laune, wenn er auf die Tabelle der 3. Liga West schaut.

Altjührden, Großenheidorn und Langenfeld auf den Abstiegsplätzen – das könnte Westfalen und mithin auch Tiemann gefallen. Seit Samstagabend hat sich die Situation im Keller ein bisschen zementiert. Gefühlt sogar ein bisschen mehr. Langenfeld und Großenheidorn kämpfen im Süden der Tabelle ohnehin seit Wochen den Sisyphus-Kampf, Altjührden schien auf einem guten Weg – bis sich Lukas Kalafut im Januar verletzte. Seitdem hat das Team von der Nordsee keinen Punkt mehr geholt, zuletzt nicht einmal beim Schlusslicht Großenheidorn...

Noch keine Entwarnung

So dürften sich der TuS Volmetal und auch das Team HandbALL Lippe II in der Drittklassigkeit halten. Die Volmetaler haben drei Zähler vor Altjührden. Es gibt also noch keine Entwarnung, aber mit einem sehr guten Gefühl darf das Ibisch-Team durchaus ins Saisonfinale gehen. Für den HV Westfalen könnte dies für die eine oder andere Mannschaft eine Saisonverlängerung bedeuten. Allerdings allesamt mit dem Ziel, mehr erreichen zu können als es der Tabellenplatz eigentlich hergeben würde.

Die Verbandsliga-Vizemeister zum Beispiel würden einen dritten Oberliga-Aufsteiger in einer Relegation ausspielen. Und weil dies so wäre, würden auch nur drei Verbandsligisten in Westfalen absteigen – die beiden Rangletzten also und der Verlierer einer Abstiegsrelegation der beiden Vorletzten. Eine Hintertür für die HSV Plettenberg/Werdohl, die bei drei Punkten Rückstand auf den drittletzten Platz auf dem direkten Weg die Klasse kaum halten dürfte. Vorletzter der Nachbarstaffel und potenzieller Gegner der HSV ist übrigens die von Ex-Drittliga-Kreisläufer Thorsten Szymanski trainierte Ahlener SG II. 

Eine Hintertür in der Verbandsliga bedeutet auch eine Hintertür in der Landesliga: Wie im Vorjahr, würden die vier Drittletzten der vier Landesliga-Staffeln eine Relegationsrunde spielen, an deren Ende sich ein Team doch noch über den Klassenerhalt freuen dürfte. Möglicherweise die letzte Chance für die TS Evingsen, die aktuell Drittletzter der Staffel 4 ist, aber noch den festen Vorsatz hat, einen Platz zu klettern... Auf jeden Fall gibt es ein bisschen mehr Hoffnung für die Kellerkinder, die Volmetal und Lippe II auf der Zielgeraden der Drittliga-Saison die Daumen drücken werden.

"Keine Geisterspiele"

„Wie die Relegation dann ablaufen wird, werden wir mit den Beteiligten besprechen“, verrät Andreas Tiemann, der sich auch im HV Westfalen um diese Spielbelange kümmert, „auf jeden Fall wollen wir es so gestalten, dass es keine Geisterspiele gibt.“ Vor allem in der Vierer-Relegation der Landesligisten heißt dies, dass am Ende Spiele mit Teams, die bereits chancenlos sind, vielleicht wieder abgesetzt werden könnten. 

Eine Einschränkung gibt es übrigens noch für die Relegationsrunden: Die Oberliga-Meister steigen in diesem Jahr nicht direkt auf. Sollte Nordhemmern also nicht zu den zehn Oberliga-Meistern zählen, die den Sprung in die 3. Liga schaffen, dann wäre das Relegations-Konstrukt hinfällig. Daran glaubt Tiemann indes nicht. Ein Westfalenmeister, der im Zwölfer-Feld nicht zu den zehn besten Meistern zählt? Für den Westfalen Tiemann ein höchst unwahrscheinliches Szenario.

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