Handball: Landesliga

Coach Ziel hörbar angefressen

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In die Abwehrzentrale rückte als Novum Kreisläufer Alex Nitsch. „Für die Premiere hat er das ganz gut gemacht“, meinte HSG-Coach Ziel.

Lüdenscheid - „Das will kein Trainer sehen“, war Friedhelm Ziel, Landesligacoach der HSG Lüdenscheid, nach der 22:25 (10:13)-Testspielniederlage beim Ligarivalen TuS Volmetal II am Mittwoch in der Sporthalle am Dahler Volmewehr sichtlich angefressen ob der Vorstellung seines Teams.

„Das war ein klarer Rückschlag, den ich nach den engagierten vorangegangenen Leistungen nicht erwartet habe“, ging der Coach mit seinem Team hart ins Gericht. „40 Minuten lang keine Leidenschaft und kaum Emotionen“, tadelte der Chef, „mit der Höhe der Niederlage sind wir noch super bedient, Volmetal war uns in allen Belangen überlegen, ist offenbar schon viel weiter als meine Mannschaft.“ Die HSG kam schon schlecht aus den Startlöchern, weil sie sich im Angriffsspiel zahlreiche technische Fehler und Ballverluste leistete, die von der Schneider-Truppe konsequent genutzt wurden. 

Allein acht Treffer kassierten die Bergstädter durch die Volmetaler Tempowaffe. „Überhaupt ist der TuS immer mit sechs Mann im Angriff voll draufgegangen“, lobte Ziel die Hausherren, „das will ich auch von meiner Mannschaft sehen.“ Früh wurden auch deckungsmäßig alle Pläne über den Haufen geworfen, weil Beckmann in der Deckungsmitte nach 13 Minuten zu spät dran war und wegen zu harten Einsteigens den Roten Karton sah. In die Abwehrzentrale rückte als Novum Kreisläufer Alex Nitsch. „Für die Premiere hat er das ganz gut gemacht“, meinte Ziel, gleichwohl kassierten die Bergstädter in der Folge noch einige Marken, weil doch ungewohnte Bewegungsläufe Nitsch zum zu energischen Einschreiten zwangen. 

Dass die HSG bis zum Wechsel nur mit 10:13 im Hintertreffen lag, verdankte die allein dem einmal mehr überragenden Keeper Kämmerer. Nach Wiederanpfiff drohte dem Gast zunächst ein veritables Debakel. Bis zum 10:17 ging vorn trotz guter Abschlusschancen gar nichts, ehe sich die HSG dann noch einmal besann. Endlich legte die HSG das katastrophe Rücklaufverthalten ab und konnte das Ergebnis doch noch etwas freundlicher gestalten. „So habe ich mein Team bisher nicht kennengelernt und das möchte ich auch nicht mehr öfters erleben“, so Ziel.

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