HSV Plettenberg/Werdohl überrollt HSG Lüdenscheid

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Nils Scheuermann und die HSV Plettenberg/Werdohl überrollten die HSG Lüdenscheid nach der Auszeit in Hälfte eins.

Werdohl - In der achten Minute zog Serkan Kahraman, Trainer der HSV Plettenberg/Werdohl, die Notbremse und warf den grünen Karton. Eine frühe Auszeit im Test des Handball-Verbandsligisten am Donnerstagabend gegen die HSG Lüdenscheid, die Wirkung zeigte.

Zu diesem Zeitpunkt lag der Verbandsligist gegen den Landesligisten aus der Bergstadt bereits 2:7 zurück, legte den Schalter dann aber um und überrannte die Lüdenscheider regelrecht – bis zum 34:22-Endstand. „Wir haben dann zu früh abgeschlossen, es zu häufig über den körperlich starken HSV-Innenblock versucht. Und die HSV hat uns dann für jeden Fehler mit einem Gegenstoß bestraft. Eine regelrechte Gegenstoßwelle, die uns überrollt hat“, sagte der HSG-Verantwortliche Mathias Prumbaum.

Mit Ausnahme der ersten acht Minuten, der auffällig schwachen Chancenverwertung und einer leichten Schwächephase zwischen der 40. und 50. Minute war Serkan Kahraman mit dem Auftritt seiner Sieben zufrieden. Lobend hob der Coach das hohe Tempo und die Variabilität der Abwehr hervor. Zudem habe die Mannschaft wieder ihre Ausgeglichenheit ausgezeichnet.

Als Beispiel nannte Kahraman die relativ magere Ausbeute seines Torjägers Bardischewski, der „nur“ zweimal ins Schwarze getroffen hatte. Kein Problem, das kompensiere der Kader als Team, erklärte der Coach. „Wir hatten wie in den letzten Testspielen rund zehn verschiedene Torschützen. Das zeichnet uns aus, macht uns schwer ausrechenbar“.

In den zurückliegenden Trainingseinheiten hatte Kahraman viel Wert auf eine Verbesserung der Defensivleistung sowie des Kreisläuferspiels gelegt. „Das hat man gesehen. Fünf Tore von Scheuermann, sechs weitere von Hurlbrink – unser Kreisläuferspiel mausert sich“, sagte Kahraman, und ging anschließend noch auf die Torhüter ein, die sich seiner Meinung nach hinter einer guten Abwehr erneut auszeichneten. Griessl habe zwar in den ersten Minuten zwei katastrophale Aussetzer gehabt, dann aber Charakter bewiesen und sich deutlich gesteigert. Meckel rundete den guten Eindruck der Schlussmänner ab. - Von Markus Jentzsch

HSV: Griessl, Meckel - Scheuermann (5), Hurlbrink (6), Scheerer (2), Lakic, Bluhm (5), Burzlaff (3), de Liello (6/3), Lengelsen (2), Bardischewski (2), Fenner (3)

HSG: van Oepen, Buyna, Kapp - Füller (2), Walter (7), Jaschke (2), Paetz (2), Kämper (2/1), Wüllner (2), Baberg (1), Bölling (2), Broscheit (2)

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